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Montag, 12. Juni 2017

Emscher-Umbau: Vortrieb des Abwasserkanals ist abgeschlossen

Foto: Rupert Oberhäuser

Mit dem Durchstich der beiden Tunnelbohrmaschinen in ihre finale Zielgrube in Oberhausen hat die Emschergenossenschaft am 12. Juni die unterirdischen Vortriebsarbeiten für den Abwasserkanal Emscher beendet. Der Kanal ist das Herzstück des Emscher-Umbaus und Grundvoraussetzung dafür, dass der Fluss revitalisiert werden kann.

Der Abwasserkanal ist insgesamt 51 Kilometer lang und reicht von Dortmund bis Dinslaken. Von September 2012 bis heute wurden knapp 47 Kilometer verlegt. Die Restdistanz bis zum Klärwerk Emschermündung wird in offener Bauweise und relativ oberflächennah gebaut.

Der Abwasserkanal Emscher hat ein Gefälle von 1,5 Promille. Wäre er von Dortmund aus ohne Versatz durchgebaut worden, würde er in Dinslaken in rund 80 Metern Tiefe ankommen - zu tief, um das Abwasser direkt in das benachbarte Klärwerk einleiten zu können. Daher baut die Emschergenossenschaft drei Pumpwerke in Gelsenkirchen, Bottrop und Oberhausen, um das Wasser mehrfach anzuheben.

Seit 1992 plant und realisiert die Emschergenossenschaft den Emscher-Umbau. Über einen Zeitraum von rund 30 Jahren werden voraussichtlich 5,27 Milliarden Euro investiert. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei. Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und naturnah umgestaltet werden.

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