Wahrlich ein Jahrhundertbauwerk!

Stationen (k)einer ungewöhnlichen Entwicklung: 1902 Ausstellungshalle des Bochumer Vereins für die Düsseldorfer Gewerbeausstellung, später Gebläsehalle für die Hochöfen im Bochumer Gusstahlwerk, ab 2002: Montagehalle für die Kunst. 

Bild: Im Inneren der Jahrhunderthalle
Alles ist bereit für eine Aufführung der RuhrTriennale. Foto: Matthias Baus

Außergewöhnliches Festspielhaus

Viele Größen des internationalen Showbiz traten hier schon auf und waren begeistert von der ungewöhnlichen Halle. Seit ihrer ersten Sanierung 1993 dient sie als kultureller Veranstaltungsort. So richtig los ging es aber erst 2003; da wurde sie zentrales Festspielhaus des Musik- und Theaterfestivals: RuhrTriennale und somit zum wahren Publikumsmagneten. Die Spielstätte überzeugt durch modernste Theatertechnik, die Produktionen mit 250 und mehr Beteiligten auf der Bühne ermöglicht. Eine morbide Ausstrahlung besitzt der fast unverändert belassene Innenraum, der durch reversible Vorhänge in bis zu drei Hallen unterteilt werden kann. Eine eingebaute Fußbodenheizung schafft für den Zeitraum Mai bis Oktober angenehme Temperaturen. Ein gläsernes zweigeschossiges Foyergebäude, das genügend Platz für ein großes Publikum besitzt, wurde vor den ursprünglichen Ziegelbau gesetzt. 

Bild: Hellerleuchtete Jahrhunderthalle.
Hellerleuchtete Jahrhunderthalle. Fest der RuhrTriennale. Foto: Olaf Ziegler

Perle des Westparks

Das Gelände des heutigen Bochumer Stadtparks West stellt die einstige Keimzelle der Bochumer Stahlindustrie dar. 1842 wurde hier die Stahlfabrik Meier & Kühne gegründet. Die Bebauung ließ in der Folgezeit umfangreiche Produktionsanlagen entstehen: Vom Hochofenwerk, Stahl-, Walz- und Gusswerk bis hin zur Waggonfabrik und Radsatz-Schmiede. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde auf dem Gelände von den Architekten Schumacher und Berndt die sog. "Jahrhunderthalle"  errichtet, deren raumgreifende architektonische Gestalt mit offenem Strebewerk aus einer profanen Fabrikationshalle die viel zitierte "Kathedrale der Arbeit" werden lässt. Mit ihrer beeindruckenden Transparenz aus Glas und Stahl ist die "Jahrhunderthalle" von historischer Bedeutung für die Entwicklung der Hallenbauten gewesen. 

Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN BOCHUM
... mehr

Weitere Informationen

Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr

Kontakt & Infos

Jahrhunderthalle
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum
Telefon: +49 (0)234.6103-0
Telefax: +49 (0)234.6103-349