Der lange Florian

Ein halbes Jahrhundert hat er schon auf dem "Buckel", aber gebeugt ist er zum Glück noch ganz und gar nicht: Der Dortmunder "Florian", so die liebevolle Kurzform für den Fernsehturm, hat eine stabile Stahlbetonröhre als Rückgrat.

Bild: Der Florianturm
Idylle im Westfalenpark: Flamingos am Fuße des Florians Foto: gpm

Attraktion gesucht

Am Anfang stand eine Idee, die Suche nach einer Attraktion: Für die erste Bundesgartenschau (Buga), die 1959 in Dortmund stattfand, sollte ein ebenso ausgefallenes wie fortschrittliches Wahrzeichen gefunden werden. Der Fernsehkonsum steckte zwar eher noch in den Kinderschuhen, aber als Sendemast und Fernmeldeturm wurde er von der Deutschen Telekom gebraucht. Das Unternehmen hieß damals noch Post und gemeinsam mit der Hoesch AG wurde der mit 220 Metern damals höchste Turm Deutschlands in nur einem Jahr Bauzeit errichtet.

Viel mehr als nur ein Sendemast

Am Fuß des Turms enstand ein Café, in 133 Metern eine Küche, in 137 Metern das Turmrestaurant und in über 141 bzw. in 144 Metern kann man auf zwei Aussichtsplattformen den Blick in die Ferne schweifen lassen. Darüber liegen die Fernmelde- und Antennenanlagen. Seit 1959 wurde von da terrestrisches Fernsehen (Antennenfernsehen) ausgestrahlt. Nach dem Austausch der Anlagen per Hubschrauber im Jahr 2004 ist auch im Dortmunder Westfalenpark das digitale TV-Zeitalter angebrochen. Mit den neuen Anlagen hat der Florianturm eine Gesamthöhe von 208,56 Metern und rangiert damit in der Liste der bundesweit höchsten Gebäude auf dem 14. Rang.

Wer sich ganz sportlich nach oben bewegen möchte, hat bis zur Plattform 762 Stufen und bis zum Restaurant 738 Stufen zu erklimmen. Die Fahrt mit dem Aufzug stellt aber wohl eher sicher, dass man noch genug Luft hat, um den atemberaubenden Rundumblick zu genießen: In weniger als einer halben Minute fährt er vom Erdgeschoss bis zur Panorama-Galerie, täglich zwischen 10 und 23 Uhr ist der Lift im Einsatz.

Florian war nicht der Name des Bauingenieurs: Bei der Namensfindung waren zunächst „Emscherspargel", „Langer Lulatsch" oder „Kumpel Anton" im Gespräch. Dann kam die Werbung ins Spiel: Auf Plakaten warb ein Gärtner für die Buga, der Schutzpatron der Gärtner ist der Florian und so wurde dann auch der Turm genannt. Dort kann man nicht nur die Aussicht genießen: Das Turmrestaurant „Florians" gilt als weltweit ältestes Drehrestaurant und wird nicht nur wegen der spektakulären Kulisse geschätzt.

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Lage in der Metropole Ruhr

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Kontakt & Infos

Fern­seh­turm Flo­ri­an
Westfalenpark
Florianstraße 2
44139 Dortmund
Telefon: +49 (0)231.50261-00
Telefax: +49 (0)231.50261-11