Kunsthalle Recklinghausen - Deutsche Kunst nach 1945
1950 wurde der ehemalige Hochbunker vis-à-vis des Recklinghäuser Hauptbahnhofs für friedliche Zwecke umgerüstet. Seitdem hat sich die Kunsthalle als Museum für die Kunst nach 1945 etabliert.
Vom Bunker zum Museum
Stimmig: Im ehemaligen Bunker steht die Kunst nach 1945 im Fokus. Künstlerischer Neubeginn, Aufbruchstimmung: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs sprach Franz Große-Perdekamp, damaliger Leiter des heimatkundlichen Museums, junge Künstler aus dem rheinisch-westfälischen Raum an, organisierte gemeinsame Ausstellungen. Die Gruppe „junger westen" entstand, ihre Mitglieder setzten wichtige Impulse in der zeitgenössischen Kunst. Gustav Deppe und Thomas Grochowiak, später langjähriger Leiter der Recklinghäuser Museen, gehörten ebenso dazu wie Emil Schumacher, Hans Werdehausen, Heinrich Siepmann und Ernst Hermanns.
Kunst-Aufbrüche mit dem "jungen westen"
1948 stiftete die Stadt Recklinghausen den Kunstpreis „junger westen" - der erste Kunstpreis, den eine Kommune nach Kriegsende in der Bundesrepublik auslobte. Zunächst für die besten Leistungen auf den Jahresausstellungen der Gruppe und ihrer Gäste vergeben, wird der Preis seit 1956 alle zwei Jahre öffentlich ausgeschrieben. Die angekauften Werke der Preisträger bilden den Sammlungsschwerpunkt der Kunsthalle. Einen weiteren setzten das deutsche Informel, sowie eine konzentrierte Sammlung kinetischer Objekte.
Ruhrfestspielausstellung präsentiert internationale Künstler
Höhepunkt im Ausstellungsprogramm, das jährlich vier bis sechs Präsentationen umfasst, ist die alljährliche Ruhrfestspielausstellung von Anfang Mai bis in den Juli. Anfang der 1990er Jahre verabschiedeten sich die Kunstausstellungen der Ruhrfestspiele von ihrer langjährigen Tradition thematischer Übersichtsschauen und präsentieren seitdem auf den Raum bezogen arbeitende Künstler von internationalem Rang wie Per Kirkeby, Jannis Kounellis, Tadashi Kawamata, Ayse Erkmen und Guillaume Bijl.






