Pfarrkirche mit vielen Kostbarkeiten
Die 1480 fertiggestellte Hallenkirche besitzt einen Hochaltar mit prachtvollen Schnitzereien des 15. Jahrhunderts sowie die Skulpturengruppe von 1501 "Drei Kreuze", eines der bedeutendsten Werke der Weseler Bildhauerkunst.
Bewunderswert: Der Hochaltar
Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche weitgehend zerstört. Heute ist noch der spätgotische Chor erhalten. Der Hochaltar wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Flandern hergestellt. Zu sehen sind Passionsszenen in teils bizarren, teils grausam-derben Konfigurationen. In den innen und außen bemalten Seitenflügeln wird im Faltenspiel der Figuren der stilistische Einfluss Jan van Eycks spürbar. Das ausdrucksvolle 2,50 Meter hohe Kruzifix auf neugotischem Holzkreuz knüpft mit seinen weichen, fließenden Formen an den Typ der späten Kölner Gabelkreuze an. Ebenfalls von hoher Qualität sind die Arbeiten niederrheinischer Schnitzkunst, die beiden Engel aus dem 16. Jh. Die Plastiken von Petrus und Paulus sind Mitte des 17. Jh. entstanden. Der spätgotische Taufstein stammt aus dem 15. Jh.
Bemerkenswert: Die "Drei Kreuze"
Mit der Skulpturengruppe "Drei Kreuze" besitzt die Kirche eines der bedeutendsten Werke der Weseler Bildhauerkunst, das dem Meister N., der den Berendockschen Kreuzweg vor dem Xantener Dom schuf, zugeschrieben wird. Die spätgotische Arbeit wurde von zwei Weseler Bürgern nach einer Pilgerreise ins Heilige Land in Auftrag gegeben und bildete den Abschluss eines Kreuzweges von der Weseler Matenakirche bis zu einer auf einer Anhöhe gelegenen Kapelle, vor der die lebensgroßen Sandsteinfiguren aufgestellt waren. Das expressive Werk mit drei T-förmigen Kreuzen, das um 1652 in den Besitz der Pfarrgemeinde St. Vincentius nach Dinslaken gelangte, erhält seine künstlerische Spannung aus dem Gegensatzt zwischen der ruhig-starren Christusfigur und den bewegt angelegten Figuren der Schächer. Die Figuren sind heute an der nördlichen Außenmauer der Kirche zu bewundern. Eine Kopie hiervon ist an der Duisburger Straße, dem Ort an dem sich einst das Walsumer Tor, eines der fünf Stadttore, befand, zu sehen.
Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN DINSLAKEN
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46535 Dinslaken





