Die Entstehung des Naturschutzgebietes Bislicher Insel

Vor 350 Jahren strömte der Rhein in einer Schleife südlich der Bislicher Insel. Friedrich der Große ließ den Lauf mit einem Kanal zum Schutz vor Hochwasser und für die Schifffahrt begradigen. Der Altarm verlandete mehr und mehr und steht heute nur noch über einen schmalen Abfluss mit dem Hauptstrom in Verbindung.

Die Insel von oben
Die Bislicher Insel von oben. Luftbild: RVR

Vielfältiger Lebensraum

Bei Hochwasser erobert sich der Rhein sein altes Bett zurück und überflutet weite Teile der 1.000 Hektar großen Bislicher Insel. Als eine der letzten naturnahen Auenlandschaften am Niederrhein steht das Gebiet heute großflächig unter Naturschutz. Seine überregionale Bedeutung verdankt es der Vielfalt der Lebensräume, den Sand- und Kiesufern am strömenden Fluss ebenso wie dem Schilfröhricht und den Schlammufern am ruhigen Altrhein.

Wildgänse im Flug über die Bislicher Insel
Die arktischen Wildgänse machen am Niederrhein Station - und bleiben manchmal den ganzen Winter. Foto: Glader

Beliebter Rastplatz

Schon lange ist die Bislicher Insel ein international bedeutsames Vogelrastgebiet: Jahr für Jahr üben die großen Schwärme arktischer Gänse eine besondere Anziehungskraft nicht nur auf Vogelkundler aus. Hier finden auch gefährdete Tiere und seltene Pflanzen neuen Raum zum Leben: Vielleicht begegnet Ihnen ein Silberreiher, die imposante Raupe des Weidenbohrers oder gar ein Biber.

Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Ruhr Grün
Naturforum Bislicher Insel
Bislicher Insel 11
46509 Xanten
Telefon: +49 (0)2801.988-230

So kommt man zur Insel

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab Bahnhof Xanten fährt die Buslinie SL40 bis Haltestelle Beekscher Weg,
ab hier ca. drei Kilometer Fuß- und Radweg entlang des Rheins.

Anreise mit dem Fahrrad:
Das NaturForum liegt direkt am linksrheinischen Rhein-Radweg Mainz-Rotterdam.

Weitere Informationen

Seit 1982 ist ein großer Teil der Bislicher Insel im Besitz des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Gemeinsam mit dem Kreis Wesel wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet und Maßnahmen zur Biotopentwicklung durchgeführt. Die Förderung des Naturschutzgroßprojektes Bislicher Insel erfolgt durch Bundes- und Landesmittel, das Bundesamt für Naturschutz und die Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbaucherschutz begleiten das Projekt wissenschaftlich.

Downloads

Informationsmaterial zur Auenlandschaft am Niederrhein, zum NaturForum Bislicher Insel und zum Veranstaltungsprogramm steht am Ende dieser Seite zum Download bereit: