Backsteinexpressionismus im Tausendfensterhaus

Im Jahre 1925 wurde das Bürogebäude Haus Ruhrort, im Volksmund "Tausendfensterhaus" genannt, von den Rheinstahlwerken errichtet. Auch heute noch zählt es als bedeutendes Zeugnis dieser Zeit mit zu den wichtigsten Höhepunkten in Duisburg. 

Tor zum Ruhrort

Das sog. "Tausendfensterhaus" steht auf der ehemaligen Hafeninsel des zugeschütteten Ring- oder Werfthafens und bildet von Duisburg aus das Tor zu Ruhrort. 1922-23 wurde es gebaut als Verwaltung der Rheinischen Stahlwerke nach einem viel beachteten Architekturwettbewerb, aus dem der Düsseldorfer Heinrich Blecken siegreich hervorging. Nicht unähnlich der alten Düsseldorfer Mannesmann-Verwaltung von Peter Behrens stellt das Gebäude einen monumentalen Block unter einem großen Dach dar, den gleichförmige Reihen von Fenstern umlaufen, daher der sprichwörtliche Name. Der repräsentative Anspruch spiegelt sich in der Portalsituation mit Auffahrt und Vordach, aber auch in der Sorgfalt, mit der dekorative Details im Mauerwerk und unter dem Dachansatz eingefügt wurden.

Neben dem Schifferkinderheim stellt das Tausendfensterhaus das zweite bedeutende Beispiel in Ruhrort für den sog. Backsteinexpressionismus dar. Der ursprünglich offene Innenhof wurde bei der Modernisierung durch Harald Deilmann 1996 mit einem Glasdach geschlossen. Heute sind hier mehrere Firmen und eine ambulante Augenklinik untergebracht. 

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Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN DUISBURG
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Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr

Kontakt & Infos

Tausendfensterhaus
Ruhrorter Straße 187
47119 Duisburg
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