Zeche Nachtigall:
Wie alles begann

Fast ein filmreifer Start: Wie beim Goldrausch im Wilden Westen, so fand man das "schwarze Gold" vor rund 200 Jahren an den Hängen des Flusses, der der ganzen Region dann seinen Namen gab. Nachtigall war eine der ersten Zechen, in denen der Übergang zum Tiefbau erfolgte. 

Schwere Arbeitsbedingungen "vor Kohle"

Harte Arbeit: Zunächst in Stollen, dann von senkrechten Schächten aus grub man nach dem "schwarzen Gold": 1892 stellte die Zeche Nachtigall die Kohleförderung ein. Wie da "malocht" wurde, wird deutlich in der Ausstellung rund um den Schacht "Hercules" von 1832 - einer der ersten Tiefbauschächte des Reviers. Der ausgeschilderte "Bergbaurundweg Muttental" führt seit den 1970er Jahren bereits in die Geschichte des frühen Bergbaus ein. Technik von gestern beeindruckt heute: Im historischen Maschinenhaus kann man eine der ältesten Fördermaschinen des Ruhrreviers (1887) in Funktion erleben. Nach Schließung der Zeche wurde hier eine Dampfziegelei mit einer Doppelringofenanlage errichtet, die bis 1963 in Betrieb war. Das LWL-Museum hat diese Anlage rekonstruiert.  

Kohleförderung "Eimerweise"

Der Name spricht für sich: Die Ausstellung "Zeche Eimerweise" beschreibt das Leben auf Kleinzechen. Entstanden in der Not der Nachkriegsjahre, waren von 1945 bis 1976 über 1.000 Klein- und Kleinstzechen in Betrieb. Der Nachtigall-Stollen zeigt "unter Tage" typische Arbeitssituationen im Kleinbergbau. Ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe gelangen die Besucher "vor Kohle" und lernen die Arbeit mit Abbauhammer und Pressluftbohrer kennen.

Während der Öffnungszeiten finden regelmäßig Führungen durch den Nachtigall-Stollen statt. 

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Lage in der Metropole Ruhr

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Weitere Informationen

Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr

Öffnungszeiten

Di-So sowie an Feiertagen
10-18 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr)   

Kontakt & Infos

LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Telefon: +49 (0) 2302 / 93664-0