Essener Dom und Domschatzkammer

Der in der belebten Essener Innenstadt gelegene Dom, belegt eindrucksvoll über 1000 Jahre Stadtgeschichte. Sowohl der Dom als auch die Domschatzkammer beherbergen zahlreiche bedeutende Kunstwerke. 

Vom Frauenstift zur Bischofskirche

Um das Jahr 845 gründete der sächsische Adelige Altfrid, später Bischof von Hildesheim, ein Frauenstift auf seinem Gut Astnidhi, das im heutigen Zentrum Essens lag. 100 Jahre später wurde die Basilika durch einen Brand zerstört. Es folgten Wiederherstellung, Erweiterung und dann 1058 die Vollendung der neuen Kirche. Bereits im Jahre 1275 wurde das Gebäude abermals durch einen Brand vernichtet. Beim Wiederaufbau als gotische Hallenkirche aus hellem Sandstein blieb der Westbau erhalten und die Mauern der Außenkrypta wurden ebenfalls mit einbezogen. Die Säkularisation beendete 1802/03 die Geschichte des Frauenstiftes. Obwohl dann kein Stift mehr bestand, blieb der Name Münsterkirche, der sich eingebürgert hatte, erhalten.

Die Kirche mit Inventar wurde von der Pfarrgemeinde St. Johann Baptist übernommen und war für die nächsten 150 Jahre Pfarrkirche der katholischen Gemeinde der Innenstadt. Kirche und Kreuzgang erlitten im Zweiten Weltkrieg schwere Beschädigungen und wurden in den kommenden Jahrzehnten unter großen Mühen wieder aufgebaut. Mit Errichtung des Bistums Essen 1958 wurde das Münster zur Bischofskirche - zum Dom - erhoben. Im Westen der Kirche entstand von 1980 bis 1983 die so genannte Adveniat-Krypta, wo der erste Essener Bischof Franz Hengstbach seine letzte Ruhestätte fand. Die jüngste Veränderung der Münsterkirche ist die Umgestaltung der südlichen Chorkapelle. Seit 2004 dient diese als Erinnerungsstätte für den von den Nationalsozialisten ermordeten und im Oktober 2001 selig gesprochenen Journalisten und Arbeitersekretär Nikolaus Groß. 

Goldene Madonna und Kinderkrone

Dom und Domschatzkammer beherbergen Kunstwerke von Weltrang. Die bedeutendsten stammen aus ottonisch-salischer Zeit (980-1060): die Goldene Madonna (älteste vollplastische Marienfigur des Abendlandes), der Siebenarmige Leuchter, vier Vortragekreuze (um 1000), das Schwert Kaiser Otto des Großen und die sogenannte Kinderkrone Ottos III. Doch auch viele zeitgenössische Kunstwerke laden zur Betrachtung ein. 

Nach oben

Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN ESSEN
... mehr

Öffnungszeiten

Dom­schatz­kam­mer:
Di. - Sa. 10 - 17 Uhr

So. und an Fei­er­ta­gen
11.30 - 17 Uhr

Ge­schlos­sen: Kar­frei­tag, Os­ter­sonn­tag, Chris­ti Him­mel­fahrt, Pfingst­sonn­tag, Fron­leich­nam, Al­ler­hei­li­gen, Hei­lig­abend, 1. Weih­nachts­tag, Sil­ves­ter und Neu­jahr

Füh­run­gen (Dom und Dom­schatz):
Sonn­tags um 15.30 Uhr

Kontakt & Infos

Dom­schatz­kam­mer
Burgplatz 2
45127 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 2204-206
Telefax: +49 (0) 201 / 2204-236