Margarethenhöhe - Ein städtebauliches Juwel

Wohl eine der bekanntesten Siedlungen im Ruhrgebiet ist die Margarethenhöhe im Essener Süden, benannt nach ihrer Stifterin Margarethe Krupp. 1987 wurden die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebauten Häuser unter Denkmalschutz gestellt. 

Zum Anschauen - Die Museums Musterwohnung

Gebaut hat die Siedlung der Architekt Georg Metzendorf in der Zeit zwischen 1909 und 1920. Er kombinierte romantisch gestaltete Fassaden mit zweckmäßiger und komfortabler Ausstattung. Neben den Gartenstadtprinzipien setzte Metzendorf in der Margarethenhöhe sein Konzept des "Klein-Wohnhauses" um. Dieser Entwurf zeichnete sich durch eine auf die Bedürfnisse der industriellen Kleinfamilie zugeschnittene Grundrisslösung aus

Die Wohnungen der Margarethenhöhe waren für ihre Zeit sehr komfortabel ausgestattet. Sie verfügten neben Wohnküche und Spülküche über Kachelofenheizung, Badeeinrichtung und Wasserklosetts. Hinter den Häusern befinden sich Gärten. Seit 1991 gibt es eine vom Ruhrlandmuseum eingerichtete Museumswohnung in der Stensstraße 25, die auf Anfrage besichtigt werden kann. Das Ruhr Museum zeigt im "Kleinen Atelierhaus" die Dauerausstellung "Die Gartenstadt Margarethenhöhe" zur Geschichte und Architektur der Siedlung.

Hier war alles ganz anders

Die Margarethenhöhe unterschied sich in ihrer Anwohnerschaft von anderen Krupp-Siedlungen. Sie stand nicht nur Kruppianern offen, auch andere Familien konnten hier einziehen. Die Einheit von Arbeitsplatz und Wohnraum wurde durchbrochen und die Idee einer klassenübergreifenden Siedlung verwirklicht. Ca. 16.000 Menschen - Arbeiter, Angestellte und Beamte - lebten hier zusammen. Das Zentrum der Margarethenhöhe bildet der "Kleine Markt" mit seiner Achse aus Gasthaus, Marktbrunnen und der ehemaligen Kruppschen Konsumanstalt.

Mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten für freie Künstler schuf die Stiftung die Voraussetzung dafür, dass sich die Margarethenhöhe ab 1917 zu einer Künstlerkolonie von überregionaler Bedeutung entwickeln konnte. In den folgenden Jahren entstanden das "Kleine Atelierhaus", das "Werkhaus", sowie das "Große Atelierhaus". Zum Kreis der auf der Margarethenhöhe tätigen Künstler zählten u.a. der Grafiker Hermann Kätelhön, der Bildhauer Will Lammert, die Goldschmiedin Elisabeth Treskow, die Buchbinderin Frida Schoy und der Fotograf Albert Renger-Patzsch. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 ging die Künstlergemeinschaft unter.

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Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN ESSEN
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Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr

Kontakt & Infos

Gartenstadt Margarethenhöhe
Am Brückenkopf/Ecke Steile Straße
45149 Essen
Information und Führungen:
Bürgerschaft Essen-Margarethenhöhe e.V.
Telefon: +49 (0) 201 / 712-455
Besichtigung Musterwohnung
(Ruhrmuseum)
Telefon: +49 (0) 201 / 24681-444
Das Kleine Atelierhaus
Sommerburgstraße 18
45149 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 24681-444
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