Halde Rungenberg: Berg mit Lichtspitze

Die Halde Rungenberg ist der Hausberg des Gelsenkirchener Stadtteils Buer, vor allem aber der Bergmannssiedlung Schüngelberg, die sich direkt östlich anschmiegt und einst die Kumpel des Bergwerks Hugo/Ewald aufnahm.

Schwarze Pyramiden aus Abraumgestein

Von der Horster Straße oder der Siedlung aus erschließt sich der Rungenberg über zahlreiche Wege, die sich in großen Schleifen hinaufziehen. Wer es eiliger hat, wählt von der Siedlung aus die Brücke über den Lanferbach und steigt die circa dreihundert Treppenstufen zum Haldentop empor. Der südöstliche Haldengipfel wurde mit schwarzem Abraum zu einer Doppelpyramide aufgeschüttet. Über einem quadratischen Grundriss ragen zwei Dreieckspyramiden in die Höhe, gekrönt von zwei großen Leuchten aus Stahl, die zur Lichtinstallation "Nachtzeichen" gehören. Die Neigung der gen Himmel gerichteten Scheinwerfer nimmt den Winkel der Pyramidenaufschüttungen auf. Nach Einbruch der Dunkelheit senden sie Lichtstrahlen aus, die sich am Nachthimmel schneiden und dem Zwillingsgipfel eine Lichtspitze aufsetzen, um sich danach in der Ferne des Himmels zu verlieren. 

Ein Relief aus Zechenbahngleisen

Ebenso sehenswert ist das "Schienenplateau", ein Bodenrelief aus 5.000 ausrangierten Zechenbahngleisen, dicht an dicht neben- und übereinander liegend zu einem Oval geformt. Form und Schwärze geben dem Haldentop sein Profil. Nur hier und da wagt sich ein Pflänzchen aus dem Boden. Von hier oben hat man einen guten Blick auf die unmittelbare Umgebung.Die unter Denkmalschutz stehende Siedlung Schüngelberg wurde 1897 errichtet und in den 1990er Jahren modernisiert und erweitert. Spannend anzuschauen ist, wie alte und neue Architektur harmonisch miteinander verbunden wurden. Die Siedlung ist ein Modellprojekt zur Regenwasserversickerung.

Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN GELSENKIRCHEN
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Weitere Informationen

Lage: 45897 Gelsenkirchen, Holthauser Straße oder Schaffrathstraße
GPS: N51° 33' 44" E07° 02' 29"
Höhe: 115 m ü.NN und ca. 67 m ab Parkplatz
Größe: 63 ha
Eigentümer: Ruhrkohle AG

Anfahrt
Bahnhof:
2 km bis Gelsenkirchen-Buer Süd Bf.,
3 km bis Gelsenkirchen-Buer Nord Bf.
Haltestelle: 200 m bis "Emil-Zimmermann-Allee",
Gelsenkirchen

Route Industriekultur

Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr