Freilichtmuseum Hagen - Technik und Handwerk zum Anfassen

Wie hat der Goldschmied früher gearbeitet, welches Brot wurde gebacken und wie färbte man Kleidungsstoffe? Das LWL-Freilichtmuseum in Hagen gibt Antworten darauf: In den Häusern auf dem Gelände kann man Handwerks- und Gewerbetreibenden aus dem 18. und 19. Jahrhundert bei der Arbeit zuschauen. 

Jährlich besuchen mehr als 200.000 Besucher die rund 60 historischen Werkstätten. Foto: Museum
Bild: Platz im Frelichtmuseum Hagen

Vor dem Essen stand das Löffelschnitzen

In vielen der nachgebauten Kleinfabriken und Werkstätten wird auch produziert. Auf den Rundgängen durch das kleine Tal des Mäckingerbachs wird so Geschichte erlebbar: Die Besucher erfahren und erleben in den historischen Gebäuden wie man Nägel oder Sensen schmiedet, Zigarren rollt, Öl presst, Löffel schnitzt oder Seile schlägt. Auf verschiedenen Rundgängen - auch einem barrierefreien - lassen sich auf dem 42 Hektar großen Gelände am Rand zum Sauerland viele Entdeckungen machen, so dass sich große und kleine Besucher schließlich vorstellen können, wie die Menschen verschiedener Berufsstände im 18. und 19. Jahrhundert gelebt und gearbeitet haben.

Die Werkstattführungen - hier die Vorführung der Messingstampfe - laden auch zum Mitmachen ein. Foto: Museum
Bild: Messingstampfe im Freilichtmuseum Hagen.

Mitmachen erwünscht

Beim Papierschöpfen, Seileschlagen oder Postkartendrucken dürfen die Besucher auch selbst Hand anlegen. Das umfangreiche Jahresprogramm ist darauf eingestellt: Spezielle Workshops für Kinder und Jugendliche sind fester Bestandteil. Dabei entdecken die Besucher "blaue Wunder", erfahren, was Gautschen ist und wie man Metall in Form bringt. Nach den Rundgängen lädt das neue, moderne Museumsrestaurant zum Verweilen ein. Wer auf der Sonnenterrasse sitzt, blickt auf den Mäckingerbach. Ob westfälischer Mittagstisch, Kuchen vom Blech, bergische Kaffeetafel oder Schmiedeschmaus: In den Museumsterrassen findet sich etwas für jeden Geschmack.

Ein Besuch beim Schmied gehört dazu. Foto: Freilichtmuseum Hagen.
Bild: Schmiede im Freilichtmuseum Hagen.

Kein heißes Eisen anfassen

In das Freilichtmuseum integriert ist das "Deutsche Schmiedemuseum", das in einem barocken Fachwerkbau untergebracht ist. Das Schmiedemuseum informiert über die Geschichte des Schmiedehandwerks, den Eisenerzabbau, die Verhüttung sowie die Schmiedetechniken. Aber auch der Bedeutung der Holzkohle ist eine Abteilung gewidmet. Ein Highlight für Mittelalterfans ist sicherlich die Ausstellung der aufwändig geschmiedeten Damaszenerschwerte.

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Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN HAGEN
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Weitere Informationen

Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. Über die Highlights der 400 Kilometer langen Strecke erfahren Sie hier ...mehr

Öffnungszeiten

April - Oktober
Di. - So.
9.00 Uhr - 18.00 Uhr
Einlass bis 17.00 Uhr

Zusätzlich an allen Feiertagen (während der Saison) geöffnet.
Häuserbesichtigung bis 17.30 Uhr, sonntags bis 18.00 Uhr.

Kontakt & Infos

Frei­licht­mu­se­um Hagen
Mäckingerbach
58091 Hagen
Telefon: +49 (0) 2331 / 7807-0
Telefax: +49 (0) 2331 / 7807-120