Schloss Hohenlimburg - Mord und Totschlag

Die Geschichte von Schloss Hohenlimburg beginnt mit einem Totschlag: 1225 wurde der Kölner Erzbischof und Reichskanzler Engelbert von seinem Neffen, Graf Friedrich von Isenberg, in der Nähe von Gevelsberg umgebracht.

Westfälische Höhenburg. Foto: RVR / Kozlowski
Westfälische Höhenburg. Foto: RVR / Kozlowski

Das Rätsel der schwarzen Hand

Vorausgegangen war ein Streit über die Ausübung der Vogteirechte in Essen. Friedrich von Isenberg wurde im darauffolgenden Jahr gefasst und in Köln hingerichtet. Friedrichs Sohn, Dietrich von Isenberg, drohte der Verlust des väterlichen Erbes, das die Grafen von der Mark für sich beanspruchten. Doch mit Hilfe seines mächtigen Onkels Heinrich von Berg konnte sich Dietrich von Isenberg durchsetzen. Leider wurde es aber auch in den folgenden Jahrhunderten nicht viel ruhiger um Schloss. Und noch immer ranken sich viele Sagen ums Schloss; sei es die blutige Gründungsgeschichte oder die schaurige Schwarze Hand.

Ja, es ist wirklich so: Im Schlossmuseum Hohenlimburg liegt ein echter Kinderschocker, eine mumifizierte Hand, gern als warnende Erziehungshilfe eingesetzt: Wer seine Eltern schlägt, kriegt die Hand abgehackt! Ob die schwarze Hand, die man in den Trümmern eines Schlossturms fand, tatsächlich einem aufmüpfigen Edelknaben gehörte, wird wohl ungewiss bleiben. Fakt ist: Schloss Hohenlimburg ist die einzige vollständig erhaltene mittelalterliche Höhenburg Westfalens. Obgleich von den ersten Bauten aus der Mitte des 13. Jahrhunderts nichts mehr geblieben ist, hat sich der Charakter einer mittelalterlichen Wehranlage gut erhalten.

Wer den Schlossberg erklimmt, gelangt durch einen langen, gewölbten Torweg zunächst in die Unterburg mit Wirtschaftsbebäuden aus dem 18. Jahrhundert. Die Gebäude der Hauptburg sind älter, stammen aus dem 16. Jahrhundert, wie die barocke Gartenanlage am Schlossberg, die man zur Zeit rekonstruiert. Im Inneren der Hauptburg sind zwei Museen untergebracht, ein Schlossmuseum mit anschaulichen Infos über die Zeit der Burgen und Rittersleut' in original eingerichteten Räumen mit Mobilar des heutigen Besitzers dem Fürstenhaus Bentheim und das Deutsche Kaltwalzmuseum, das die Technik der Drahtzieher in den Hohenlimburger Tälern vermittelt.

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Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN HAGEN
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Öffnungszeiten

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Kontakt & Infos

Schloss Ho­hen­lim­burg
Frau Julia Dettmann
Alter Schloss­weg 30
58119 Hagen