Gustav-Lübcke-Museum - Mit einer Mumie fing alles an

Der Erwerb einer weiblichen Mumie war eines der ersten Exponate des Museums. Ägyptische Kunst, Vor- und Frühgeschichte, Angewandte Kunst, Malerei des 20. Jahrhunderts und Stadtgeschichte sind die Sammlungsschwerpunkte des Museums.

Das moderne Museumsgebäude mit der geschwungenen Fassade wurde 1993 eröffnet, es entstand nach einem Entwurf der Kopenhagener Architekten Bo und Wohlert. Foto: Werner J. Hannappel
Bild: Die geschwungene Fassade der Museumsfront.

Angefangen als Heimatmuseum

Als Heimatmuseum Ende des 19. Jahrhunderts gegründet, erhielt die Sammlung 1917 mit der Schenkung des Kunsthändlers Gustav Lübcke überregionale Bedeutung. Die Sammlung spannt einen Bogen von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Das Museum birgt einen besonderen Schatz: Die Besucher erwartet die größte Altägypten-Sammlung Nordrhein-Westfalens. Kleinplastiken aus Bronze, Holz und Fayence, Schmuck, Amulette, Mumienporträts oder Götterstatuetten stehen den aus dem Alltagsleben stammenden Gegenständen gegenüber. Hauptattraktion sind zwei Mumiensärge.

Die Abteilung für Angewandte Kunst zeigt Gegenstände der Alltagskultur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ihre Präsentation verbindet Keramik, Möbel, Glas, Metallarbeiten und Textilien aus den jeweiligen Stilepochen. Neue Akzente setzt die Sammlung des Jugendstils. Die schöpferische Beziehung von Kunst, Handwerk und Industrie wird mit Zeugnissen modernen Designs, ausgehend von Henry van de Velde, Peter Behrens und Richard Riemerschmidt, bis in die Gegenwart fortgeführt.

Zeitgenössisches aus Westfalen

Die Gemäldesammlung vermittelt einen Querschnitt der Malerei des 20. Jahrhunderts und setzt einen Schwerpunkt mit Künstlern, die Westfalen verbunden sind: Theo Brün, Hermann Stenner, Wilhelm Morgner, Eberhard Viegener, Adolf Erbslöh und Fritz Winter. Für die frühe Nachkriegszeit setzen die Maler der Gruppe "junger westen" einen besonderen Akzent: Thomas Grochowiak, Heinrich Siepmann, Emil Schumacher.

Vor- und Frühgeschichte, griechische und römische Kunst sowie Stadt- und Regionalgeschichte bilden weitere Abteilungen des Museums. Das "Kinder- und Jugendmuseum" zeigt eigene Ausstellungen, die Kindern die Arbeit eines Museums spielerisch nahebringt.

Wechselausstellungen und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm im Rahmen der Reihe "Die Andere Kunst" im Museumsforum ergänzen das Angebot bei Gustav Lübcke.

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Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN HAMM
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Öffnungszeiten

Di. - Sa. 11.00 - 18.00 Uhr
So. 10.00 - 18.00 Uhr

Montags geschlossen.

Kontakt & Infos

Gustav-Lübcke-Museum
Neue Bahnhofstraße 9
59065 Hamm
Telefon: +49 (0) 2381 / 17-5714
Telefax: +49 (0) 2381 / 17-2989