Zeche Waltrop neu genutzt

Neues Wahrzeichen und Ausflugsziel der Stadt Waltrop ist der Spurwerkturm auf der Halde im Gewerbegebiet Zeche Waltrop.  

Von der IBA wiederentdeckt!

Die ehemalige Zeche Waltrop überrascht ihre Besucher durch ihr einheitliches Erscheinungsbild, das mehr als 70 Jahre Zechenbetrieb überdauert hat. Neben Zollverein Schacht XII in Essen ist sie das größte Hallenensemble "aus einem Guss" - kein Wunder also, dass sie seit 1988 unter Denkmalschutz steht.

Für den Entwurf der Backsteingebäude in historisierenden Formen war die Königlich Preußische Berginspektion Waltrop verantwortlich. Um sich für seine Eisenbahn und Kriegsflotte selbst mit Kohle zu versorgen, hatte der preußische Staat nach 1902 Grubenfelder im Ruhrrevier gekauft und eigene Zechenbetriebe gegründet. Die Königlich Preußische Bergwerksdirektion in Dortmund, später in Recklinghausen, verwaltete den westfälischen Bergwerksbesitz.

Als eine der ersten legte der preußische Staat die Zeche Waltrop an. 1903 wurde mit dem Abteufen begonnen, zwei Jahre später die Förderung aufgenommen. 1909 kam eine Kokerei hinzu, die später erweitert wurde. Die höchste Förderung erreichte die Zeche 1974 mit 1,13 Millionen Tonnen Kohle, für die 2.021 Beschäftigte schwer gearbeitet hatten. Ende der 1970er Jahre, noch kurz vor der Stilllegung 1979, wurde die Zeche mit dem Bergwerk Minister Achenbach zusammengelegt.

Im Rahmen der IBA Emscher Park sind die Tagesbauten sorgfältig saniert worden und stehen einer gewerblichen Nutzung zur Verfügung. Ergänzt werden sie durch Neubauten, die ökologische Auflagen wie Dachbegrünung, Regenwassernutzung und besondere Baumaterialien erfüllen müssen. Als herausragend in Architektur und Nutzung gilt der Umbau der ehemaligen Zentralmaschinenhalle für die Verwaltung des Versandhandels-Unternehmens "Manufactum" (Besichtigungsmöglichkeit Sa 11 - 16 Uhr), das auch die Schwarz-/Weißkaue als Verkaufsraum und Cafeteria sowie die Fördermaschinenhalle I/II übernommen hat. In der Fördermaschinenhalle III/IV steht eine Vierzylinder-Tandem-Fördermaschine. Die Treibscheibe ist eine als Koepescheibe umgebaute Bobine aus der Anfangsphase der Zeche. 

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Lage in der Metropole Ruhr

SEHENSWERTES IN WALTROP
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Die Route Industriekultur ist ein Rundkurs durch die Metropole Ruhr und führt zu den Zeugen der industriegeschichtlichen Vergangenheit der Region. Träger der Route ist der Regionalverband Ruhr. ...mehr

Kontakt & Infos

Zeche Waltrop
Sydowstraße
45731 Waltrop