Topsportler aus der Metropole Ruhr freuen sich über Felix-Awards

Die Kandidaten aus dem Ruhrgebiet haben bei der NRW-Sportlerwahl 2017 wieder ordentlich abgeräumt: Gleich fünf Felix-Awards gingen in die Sportmetropole Ruhr. Mit der begehrten Trophäe wurden die erfolgreichen Athleten sowie eine Leichtathletin und ein Trainer bei einer festlichen Gala in Düsseldorf ausgezeichnet.

Gina Lückenkemper von der LG Olympia Dortmund sprintete zu ihrem dritten Felix-Award. Foto: LSB NRW/Andrea Bowinkelmann
Gina Lückenkemper von der LG Olympia Dortmund sprintete zu ihrem dritten Felix-Award. Foto: LSB NRW/Andrea Bowinkelmann

Dritter Felix für schnellste Frau Deutschlands

Zur "Sportlerin des Jahres" wählten die Fans per Online-Voting die Leichtathletin Gina Lückenkemper von der LG Olympia Dortmund, die damit schon ihren dritten Felix in Empfang nehmen konnte. Deutschlands schnellste Frau erhielt die Auszeichnung in diesem Jahr, weil sie die 100 Meter bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 in London unter elf Sekunden lief und bei den World Relays Vize-Weltmeisterin mit der 4x200-Meter-Staffel wurde. Im Vorjahr gewann die in Hamm geborene Sprinterin den Felix als Mannschaftsmitglied der deutschen 4x100-Meter-Staffel und vor zwei Jahren wurde sie zur "Newcomerin des Jahres 2015" gekürt.

Max Rendschmidt und Gina Lückenkemper präsentieren stolz ihre Felix-Awards. Foto: LSB/NRW Andrea Bowinkelmann
Max Rendschmidt und Gina Lückenkemper präsentieren stolz ihre Felix-Awards. Foto: LSB/NRW Andrea Bowinkelmann

Doppel-Felix für Doppel-Olympiasieger

Die Wahl zum "Sportler des Jahres" entschied wie im Vorjahr Max Rendschmidt von der Kanusport-Gemeinschaft Essen für sich. Dem Doppel-Olympiasieger von Rio de Janeiro gelang somit die erfolgreiche Titelverteidigung. Der 23-jährige Kanute wurde in 2017 im tschechischen Racice Weltmeister im Vierer-Kajak über 500 Meter und holte sich damit bereits zum dritten Mal in seiner Karriere WM-Gold. Damit erweiterte Max Rendschmidt seine beeindruckende Medaillensammlung auf derzeit 48 x Gold, 19 x Silber und 9 x Bronze. In seinem reich bestückten Trophäenschrank stehen jetzt außerdem noch zwei Felix-Awards.

Die Ruderer des Deutschland-Achters legten sich für ihren Felix kräftig in die Riemen. Foto: Detlev Seyb
Die Ruderer des Deutschland-Achters legten sich für den Felix in die Riemen. Foto: Detlev Seyb

Felix-Rekordsieger schlägt wieder zu

Schon fast uneinholbar auf Rekordkurs liegt der Deutschland-Achter, der sich zum nunmehr sechsten Mal den Felix-Award sicherte. Ausschlaggebend war in diesem Jahr der Gewinn des WM-Titels bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Sarasota/Florida. Darüber hinaus blieb das Flaggschiff des Deutschen Ruder-Verbandes, dessen Heimathafen im Dortmunder Bundesleistungszentrum am Dortmund-Ems-Kanal liegt, in allen Wettkämpfen ungeschlagen – auch bei den Europameisterschaften in Racice. Zum Erfolgsteam gehören unter anderem Malte Jakschick vom Ruderverein Rauxel, Jakob Schneider vom Ruderklub am Baldeneysee und Johannes Weißenfeld vom Ruderclub Westfalen Herdecke.

Fußball-Felix geht erneut an Schalker

Den "Fußball-Felix" erhielt zum dritten Mal in Folge ein Kicker des FC Schalke 04. Nach Leroy Sané und Benedikt Höwedes setzte sich diesmal bei der Wahl der Schalker Vizekapitän Leon Goretzka durch – unter anderem gegen den Bundesligatorschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund. Der Jungnationalspieler, der bislang in zwölf Länderspielen schon sechs Tore erzielt hat, wurde 2017 in Russland Confederations-Cup-Sieger mit der deutschen Nationalmannschaft. Das Fußball-ABC lernte der gebürtige Bochumer beim Werner SV 06, bevor er zum VfL Bochum wechselte. Elf Jahre später ging Leon Goretzka zu Schalke 04, wo er die Fäden im Mittelfeld zieht und maßgeblichen Anteil am derzeitigen Leistungshoch der Gelsenkirchener hat.

Slawomir Filipowski freut sich mit Pamela Dutkiewicz, LSB-Präsident Walter Schneeloch und Moderator Claus Lufen über seinen Felix. Foto: LSB NRW/Andrea Bowinkelmann
Trainer Slawomir Filipowski freut sich mit Sprinterin Pamela Dutkiewicz, LSB-Präsident Walter Schneeloch und Moderator Claus Lufen über seinen Felix. Foto: LSB NRW/Andrea Bowinkelmann

Erfolgstrainer macht Leichtathleten Beine

Nicht von den Sportfans sondern von einer Jury wurde der "Trainer des Jahres" gewählt. Über den Felix 2017 freute sich der Leichtathletik-Coach Slawomir Filipowski vom TV Wattenscheid 01. Der U20-Sprinttrainer hat schon zahlreiche schnelle Talente entdeckt und gefördert. In diesem Jahr führte er seinen Schützling Pamela Dutkiewicz zum überraschenden Gewinn der Bronzemedaille über 100 Meter Hürden bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London.

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Online-Voting

Veranstaltet wurde die NRW-Sportlerwahl zum elften Mal vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen und von der NRW-Landesregierung. Im Vorfeld konnten die sportbegeisterten Fans im Internet in insgesamt sechs Kategorien ihre Favoriten auswählen. Über 100.000 Teilnehmer gaben ihre Stimme ab.