Anpfiff: Die Saison in der Fußballbundesliga der Frauen rollt an

Nachdem der Ball bei den Männern in der Fußball-Bundesliga schon seit einigen Wochen rollt, sind jetzt auch die Frauen in die neue Saison gestartet. Mit dem MSV Duisburg und der SGS Essen sind zwei Teams aus dem Ruhrgebiet in der höchsten Deutschen Spielklasse vertreten.

Jana Feldkamp startet durch für die SGS Essen: Szene im Spiel gegen den FFUSV Jena (Frauenfußball-Bundesliga). Foto: Michael Gohl
Frauenfußball SGS Essen Jena

Auszeichnung für Essener Nachwuchs Jana Feldkamp

Bei der SGS Essen richtet sich der Blick eindeutig nach oben. Nicht der Klassenerhalt ist das Ziel, sondern das obere Tabellen-Drittel. Auch wenn den Verantwortlichen des Vereins und vor allem Trainer Daniel Kraus, der vor gut einem Jahr nach Essen gekommen ist, klar ist, dass man mit den „ganz Großen“ in der Liga, wie dem FC Bayern München oder dem VFL Wolfsburg, wohl noch nicht mithalten kann, wollen die Frauen aus Essen die Favoriten so oft wie möglich ärgern.

Dazu sollen nicht zuletzt Spielerinnen aus der eigenen Jugendabteilung helfen. Die Nachwuchsarbeit wird bei der SGS seit Jahren groß geschrieben. Beleg dafür ist unter anderem die Verleihung der Fritz-Walter-Medaille in Gold, die als die bedeutendste Auszeichnung im Nachwuchsbereich gilt, am 4. September an die 19-jährige Jana Feldkamp.

Dennoch haben die Essenerinnen den Kader in dieser Saison mit Ramona Petzelberger, Turid Knaak und Marina Hegering - alle dei kamen von Bayer Leverkusen an die Ruhr - verstärkt. Verzichten muss Daniel Kaus allerdings auf Margarita Gidion, die zum FFC Franfurt wechselte sowie auf Alissa Tolksdorf, die zukünftig für Borussia Mönchengladbach aufläuft und auf Charline Hartmann, die den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen hat.

Mit Kontinuität will man die Klasse halten in Duisburg - und die MSV Arena weiter erstklassig bespielen. Foto: RVR
MSV Arena

Duisburg baut auf Kontinuität

Bei den Duisburgerinnen hat man erst einmal den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben. Und das, da ist sich Trainer Christian Franz Pohlmann sicher, ist kein Selbstläufer. Der Coach, der in dieser Saison die bisherige Trainerin Inka Grings ablöst, glaubt, dass vier bis fünf Mannschaften um den Klassenerhalt kämpfen werden. Und unter denen sieht er auch die Duisburgerinnen.

Gleich elf Abgänge haben die Zebras zu verkraften, darunter Stammkräfte wie Zsófia Rácz, Lee Falkon, Lara Heß und Alice Hellfeier. Mit Linda Bresonik und Rahel Kiwic sind die Kapitänin und ihre Stellvertreterin ebenfalls abgewandert. Dem gegenüber stehen allerdings sieben Neuverpflichtungen. Neben einigen Jungtalenten setzt man vor allem auf die Erfahrung von der niederländischen Nationalspielerin Eshly Bakker, die vom FC Twente an den Rhein gewechselt ist und nicht zuletzt auf „Heimkehrerin“ Vanessa Martini. Die mittlerweile 27-Jährige startete ihre Bundesliga-Kariere beim mittlerweile insolventen FCR 2001 Duisburg. Die erste Mannschaft des FCR wurde damals in den MSV-Duisburg überführt, folglich kehrt Vanessa Martini an ihre fussballerischen Wurzeln zurück.

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