Wattenscheiderin holt Bronze bei der Leichtathletik-WM in London

Erst war sie „nur“ über den Einzug ins Finale glücklich, am Samstagabend konnte sie das noch toppen: Pamela Dutkiewicz gewann Bronze im 100-Meter-Hürdenlauf mit 12,72 Sekunden. Damit krönte die in Kassel geborene 25-Jährige ein erfolgreiches Jahr in ihrer Spezialdisziplin. Seit 2008 startet sie für den TV Wattenscheid 01.

Optimistisch die WM im Blick: Pamela Dutkiewicz bei der unmittelbaren Vorbereitung in Kienbaum. Foto: DLV
Pamela Dutkiewicz. Foto: DLV

Der 3. Platz krönt das Erfolgsjahr 2017

2017 konnte Dutkiewicz bereits im Februar überzeugen: Bei den 64. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in der Arena Leipzig holte sie sich Gold über 60 Meter Hürden in persönlicher Bestzeit von 7,79 Sekunden.
Es folgten ein 3. Platz bei den Halleneuropameisterschaften in Belgrad und der Deutsche Meistertitel über 100 Meter Hürden in Erfurt. Damit war der Sprung auf das Treppchen eingeleitet – am 12. August gelang er ihr nach einem spannenden Finalspurt in London.

Ihre Leichtathletikkarriere begann Pamela Dutkiewicz im Alter von zehn Jahren bei der LG Baunatal/Fuldabrück. Sie probierte zunächst verschiedene Disziplinen aus und gewann 2005 bei den deutschen Blockmehrkampf-Meisterschaften die Silbermedaille. Sie trat dabei im Block Sprint/Sprung an, der die Disziplinen 100 Meter, 80 Meter Hürden, Weitsprung, Hochsprung und Speerwurf umfasst.

Ihr Talent für den Hürdensprint kristallisierte sich allerdings früh heraus. Gezielt gefördert wurde es mit dem Wechsel ins Ruhrgebiet. 2007 zog sie um und seit 2008 trainiert sie beim TV Wattenscheid 01. In Wattenscheid besuchte die Athletin das Sportinternat, aktuell studiert sie an der TU Dortmund für ein Lehramt an Grundschulen.

Die Medaille der Sprinterin aus der Metropole Ruhr ist eine von insgesamt fünf, die das Team des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) von den Weltmeisterschaften in London mitbrachte.




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