FIDENA: Kunst mit Puppen und mit Menschen
Uraufführungen, Auftragsproduktionen, Gastspiele aus dem In- und Ausland: Das "Figurentheater der Nationen" (FIDENA) hat sich einen Ruf erarbeitet, der weit über "Kasper und Co." hinausgeht. Obwohl das Bochumer Festival mit der Beliebtheit des Kinderfreunds und Hanswursts auch gern augenzwinkernd punktet: "Kasper reloaded" hieß das Programm 2009 beispielsweise. Und machte damit sehr ernsthaft darauf aufmerksam, dass die Vertreibung dieser Volksfigur von den "ernsthaften" Bühnen und die damit verbundene Einschätzung, dieser Typ tauge "nur" für Kinderstücke, durchaus kein Glanzstück der Theatergeschichte war.
Treffpunkt für Figuren aus aller Welt
Im Normalbetrieb des Figurentheaters spielt Kasper eher nicht die Hauptrolle. Tradition und Innovation - die FIDENA ist regelmäßig mindestens alle zwei Jahre Treffpunkt für herausragende Puppen- und Figurentheaterspieler aus aller Welt. 1958 veranstaltete Fritz Wortelmann, Gründer des Deutschen Instituts für Puppenspiel, unter dem Namen "Meister des Puppenspiels" die ersten Bochumer Puppenspieltage. Gruppen aus der UDSSR, Frankreich, China und Deutschland präsentierten damals ihre Produktionen.
Von der Marionette zur Performance
Die internationale Ausrichtung des Festivals, das seit 1972 unter dem Titel "FIDENA - Figurentheater der Nationen" firmiert, ist geblieben. Geändert hat sich die Bühnenpräsentation: Figurentheater beinhaltet heute neben den traditionellen Handpuppen und Marionetten auch visuelles Bilder- und Objekttheater bis hin zur Performance. Alle Möglichkeiten werden bei der FIDENA ausgelotet und die Grenzen zu Tanz, Bildender Kunst und Performance spielerisch überschritten. Die Basis für Information und Experimente: In einem alten Wasserturm mitten in Bochum hat das Deutsche Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst seinen Sitz.
Kontakt & Infos
44795 Bochum
Telefax: +49 (0)234.477-35
Fidena schreibt Festivalgeschichte
Angefangen hat die Fidena vor über 50 Jahren, ihr Markenzeichen: Kunst mit Puppen und Kunst mit Menschen – oft ganz ohne Worte, nur mit Gesten und Geräuschen, die aber nicht selten viel mehr sagen, aussagen als große Texte.







