Ruhrfestspiele: Kunst für Kohle

Nationales und internationales Theater, Musik, Tanz, Lesungen, Kabarett – und seit einigen Jahren das aus Edinburgh inspirierte Fringe Festival mit unkonventionellen Produktionen der Off-Szene bestimmen jedes Jahr das aktuelle Programm der traditionsreichen Recklinghäuser Ruhrfestspiele.

Ruhrfestspiele 2010. Schlussapplaus. Foto: Ruhrfestspiele
Ruhrfestspiele 2010. Schlussapplaus. Foto: Ruhrfestspiele

Bewährt: jährlich neues Kunst-Motto für das Festival

Internationale Top-Gastspiele und Uraufführungen stehen alljährlich mittlerweile auf dem Programm: Beginnend mit dem traditionellen Fest am 1. Mai geht der Veranstaltungsreigen mit einem Leitthema oder einem ausgewählten Autor bis Mitte Juni. Unter dem jährlichen Festspielmotto wird das Programm aus Koproduktionen und Gastspielen mit renommierten internationalen und deutschsprachigen Theatern wie dem Old Vic Theatre aus London, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg oder der Schaubühne Berlin konzipiert. Dabei waren Hollywoodstars wie Kevin Spacey, Jeff Goldblum, Cate Blanchett oder Ethan Hawke ebenso bei den Ruhrfestspielen zu erleben wie Oscarpreisträger Maximilian Schell und die Großen der deutschsprachigen Theaterszene wie beispielsweise Josef Bierbichler, Kirsten Dene, Eva Mattes oder Otto Sander.

Das Festival erobert die Stadt

Spannende Spielorte sind das Markenzeichen des Festivals: Neben dem Ruhrfestspielhaus "auf dem grünen Hügel" werden Aufführungen in Zelten, Industriehallen und anderen Orten in der Stadt präsentiert. Auch im Theater Marl gibt es wieder einige spannende Produktionen anzuschauen.

In den Jahren 1996 bis 1998 wurde das Ruhrfestspielhaus technisch modernisiert und zu einer Kongress- und Tagungsstätte erweitert. Als Blickfang vor dem Haupteingang residiert die Skulptur "Große Liegende Nr.5" von Henry Moore.  

Kontakt & Infos

Ruhrfestspiele Recklinghausen GmbH
Otto-Burrmeister-Allee 1
45657 Recklinghausen
Telefon: +49 (0) 2361 / 918-0
Telefax: +49 (0) 2361 / 918-13141

Ruhrfestspiele - von Beginn an

Die Ruhrfestspiele blicken auf über 60 Jahre zurück: Die Geburtsstunde für Europas ältestes Theaterfestival schlug 1946/47, als Bergleute der Recklinghäuser Zeche König Ludwig 4/5 Kohle für die Hamburger Theater an der Besatzungsmacht "vorbeischleusten". Als Dank revanchierten sich die Hamburger Bühnen im folgenden Sommer mit Theaterdarbietungen: "Kunst für Kohle".