Industriedenkmalpflege und mehr

Um die großen Ideen der Industriedenkmalpflege im Ruhrgebiet umzusetzen, wurden umfassende Konzepte und bis heute wirksame Strategien entwickelt. Sie sind ausgerichtet auf die Erhaltung und neue Nutzung von Industriedenkmalen im Sinne einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Entwicklung sowie auf die Dokumentation, Erforschung und Vermittlung der Industriegeschichte im Rheinland und in Westfalen.

Kokerei Hansa: Besucher. Foto: © Manfred Vollmer
Kokerei Hansa: Besucher. Foto: © Manfred Vollmer

Stiftung Industriedenkmalpflege

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die 1995 vom Land Nordrhein-Westfalen und der RAG Aktiengesellschaft gegründet wurde, ist bundesweit die einzige Stiftung, die sich explizit der Erhaltung von hochrangigen Industriedenkmalen widmet. Ihre Aufgabe besteht darin, historische Industrieanlagen für die Nachwelt zu bewahren, sie zu sichern, wissenschaftlich zu erforschen, öffentlich zugänglich zu machen und einer neuen, denkmalgerechten Nutzung zuzuführen.  Derzeit betreut die Industriedenkmalstiftung 13 Standorte in Nordrhein-Westfalen mit bedeutenden Monumenten der Montanindustrie. Neben Malakowtürmen, Fördergerüsten, Maschinen- und Schachthallen gehören zwei große Kokereien mit jeweils umfangreichen Arealen dazu: die Kokerei Hansa in Dortmund aus den 1928-30er Jahren und die Kokerei Zollverein in Essen, die 1958-61 erbaut wurde und heute, zusammen mit der Zeche Zollverein Schacht XII und Schacht 1/2/8, zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Das Portal "Frauen.ruhr.Geschichte" ist ein Kooperationsprojekt des LWL, des Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.
Das Portal "Frauen.ruhr.Geschichte" ist ein Kooperationsprojekt des LWL, des Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Forum für Geschichts-kultur an Ruhr und Emscher

Die Idee, der regionalen Geschichtskultur dauerhaft ein offenes und selbstverwaltetes Netzwerk zu schaffen, war 1991 bei dem Geschichtswettbewerb der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA) und der Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege entstanden. Seitdem bietet das "Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher" allen an der Geschichte des Ruhrgebietes Interessierten diverse Möglichkeiten zu Kontakt, Information, Austausch, Diskurs und Qualifizierung.
Das Forum Geschichtskultur verschafft sich und dem Ruhrgebiet in dem alle drei bis vier Jahre stattfindenden Geschichtswettbewerb einen Überblick über regionale Forschungsergebnisse. Es hält im Internet eine Mailingliste bereit, die über aktuelle Veranstaltungen mit historischem Bezug informiert. Zweimal im Jahr erscheint die Zeitschrift Forum, die neben der Betrachtung eines wechselnden Schwerpunktthemas auch Informationen aus der Profi- und Laienszene liefert.

Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen ist ein interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften in der Tradition internationaler Advanced Study-Institute. Das KWI versteht sich als Kristallisationskern für fachübergreifende Fragestellungen zur modernen Kultur, die es praxisnah bearbeitet. Das Institut fördert die ambitionierte kulturwissenschaftliche Forschung, den internationalen Austausch und den interkulturellen Dialog, dabei bezieht es den wissenschaftlichen Nachwuchs betont ein.

Fritz-Hüser-Institut

Das Fritz-Hüser-Institut ist das einzige wissenschaftliche Institut in Europa, das Quellen und Dokumente zur Literatur- und Kulturgeschichte der Arbeitswelt sammelt, erforscht und darstellt.