Museum Küppersmühle erweitert "Kunst-Speicher"

Als Getreidespeicher Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, wurde der Bau zu dessen Ende zu einem Hort für moderne Kunst: Das Museum Küppersmühle (MKM) lockt seit 1999 im Duisburger Innenhafen die Besucher mit seiner interessanten Sammlung - dazu gehören Werke namhafter Künstler wie Baselitz, Immendorff, Kiefer, Lüpertz, Penck oder Richter - und wechselnden Ausstellungen.

So soll das MKM mit neuem "Top" aussehen. Copyright des Entwurfs: Herzog & de Meuron

Mehr Kunst im Container

Im Jahr der Kulturhauptstadt wird der Kunst-Speicher aufgestockt: 2010 wird ein überdimensionaler, gläserner "Container" auf dem Silo neben der Küppersmühle der Sammlung von Sylvia und Ulrich Ströher einen angemessenen Rahmen bieten, mehr als doppelt so viele Arbeiten wie vormals können gezeigt werden. Die Sammlung mit rund 1.500 Werken bildet das künstlerische Herz des MKM: Die Arbeiten ermöglichen einen großzügigen Einblick in das Schaffen deutscher Künstlerinnen und Künstler seit den 1950er Jahren, der Schwerpunkt liegt auf der Malerei. 

Kunst-voller Anbau im Kunst-Speicher: das MKM-Treppenhaus. Foto: Georg Lukas

Interner Blickfang Treppenhaus

Die ehemals sechs Etagen des Getreidespeichers wurden vom Architekten-Team Herzog & de Meuron auf drei lichte Etagen reduziert. Die teils sechs Meter hohen Räume ermöglichen die Präsentationen ganzer Werkgruppen, die nirgendwo anders mit solch grandioser Wirkung auszustellen wären. Architektonisches Highlight: Das Treppenhaus des imposanten Backsteinbaus, ein komplett neuer Anbau, windet sich nach oben, zieht den Blick und die Besucher geradezu mit. Gestaltet aus terracottafarbenem Beton, mit sichtbaren Schalungsspuren und breiten Treppenstufen aus Terrazzo, bildet es einen gelungenen Übergang von Industriearbeit zur Kunst.

Kontakt & Infos

MKM Museum Küppersmühle
Öffnungszeiten
Mi 14-18, Do 11-18, Fr nach Vereinbarung, Sa/So/feiertags 11-18
Philosophenweg 55
47051 Duisburg
Telefon: +49 (0)203.301-94811

Der Bau passt in den vom Stararchitekten Norman Foster konzipierten Innenhafen, der im Rahmen der Internationalen Bausausstellung Emscher Park (IBA 1989 – 1999) entstand und zur angesagten Adresse für Arbeit, Wohnen und Freizeit wurde.