Seit 2001 wird der niederrheinische Kabarett-Wettbewerb "Das schwarze Schaf" von der Stiftung Mercator gefördert.

Spaßmacher im Wettbewerb: Schwarzes Schaf trifft Tegtmeiers Erben

Der Urvater der Humor-Programme "made in Ruhrgebiet" war Adolf Tegtmeier alias Jürgen von Manger. An ihn erinnert heute noch der Nachwuchs-Wettbewerb "Tegtmeiers Erben". Seit 1997 wird er von der Stadt Herne, wo der Volksschauspieler von Manger 30 Jahre lebte und wo er 1994 starb, im jährlichen Wechsel mit dem Satirepreis "Stichwort" veranstaltet.

Die Teilnehmer zeigen ihr Programm im Rahmen einer gemeinsamen Tour durchs Ruhrgebiet – Stationen sind der Bochumer Bahnhof Langendreer, das Ebertbad in Oberhausen und das Dortmunder Fritz-Henßler-Haus - und stellen sich der Entscheidung im großen Finale in den Herner Flottmann-Hallen. Neben dem Jury-Preis wird ein Publikumspreis vergeben. Viele Nachwuchs-Kabarettisten nutzten den Wettstreit für Bühnenoriginale als Karrieresprungbrett: zum Beispiel Hagen Rether, Cordula Stratmann und Hennes Bender.

In humorvoll subversiver Mission unterwegs: das "Schwarze Schaf am Niederrhein. Foto: Stiftung Mercator
Foto: Das "Schwarze Schaf am Niederrhein

Ehrentitel für den Nachwuchs

Der Spitzname wurde zu seinem liebevollen Markenzeichen und gleichzeitig zu einem Ehrentitel für den Nachwuchs: Hanns Dieter Hüsch (HDH), das "Schwarze Schaf vom Niederrhein", rief den Preis für politisch-gesellschaftskritische Nachwuchskabarettisten 1999 noch selbst ins Leben. Seitdem wird er im augenzwinkernden Sinne des "niederrheinschen Weltgeists" alle zwei Jahre vergeben – gemeinsam ausgerichtet von den Städten Duisburg, Emmerich, Moers, Krefeld und Wesel aus Hüschs Niederrheiner Heimat. Aus den eingegangenen Bewerbungen werden 16 Einzelkünstler oder Gruppen ausgewählt, die in acht öffentlichen Vorentscheidungen in den Partnerstädten einen jeweils 20-minütigen Ausschnitt ihres aktuellen Programms vorstellen. Das Finale findet im Duisburger Kleinkunsttheater "Die Säule" statt.

Neben Geldpreisen und Auftrittsmöglichkeiten bekommen die Teilnehmer das HDH-Vermächtnis mit auf ihren beruflichen Lebensweg: "Kapitulation ja, Resignation nie, Optimismus ungern, Zuversicht immer."

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Stadt Herne
Presseamt
Friedrich-Ebert-Platz 2
44623 Herne
Telefon: +49 (0) 02323 / 16-2249

Jürgen von Mangers Ehefrau Ruth hat die dauerhafte Patenschaft für den bundesweiten Wettbewerb "Tegtmeiers Erben" übernommen.

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