Spielzeit aktuell in der Metropole Ruhr

Die Theater der Metropole Ruhr bieten gleich zu Beginn des neuen Jahres ein abwechslungsreiches Programm. Hier an dieser Stelle eine kleine Auswahl:

Ende gut, Alles gut (Seit 3.2.18). Foto: Arno Declair

"Träum weiter" in Bochum

Für das Stück kommt in den Kammerspielen eine ganz besondere Besetzung zusammen, um das erste Bühnenstück der Drehbuchautorin Nesrin Şamdereli zur Uraufführung zu bringen. Diese Komödie der Zwischenzustände unter Kulturen, Generationen, Geschlechtern, Sexualitäten und zwischen Leben und Tod wird von  Selen Kara in Szene gesetzt, deren Inszenierung des Liederabends „Istanbul“ zurzeit sehr erfolgreich am Schauspielhaus zu sehen ist. Ab 24. Februar 2018
Schauspielhaus Bochum

Der futurologisches Kongress (seit 2.2.18) Foto: Karl-Bernd Karwasz

"Das siebte Kreuz" in Oberhausen

Anfang Oktober 1937, montags gegen sechs Uhr früh, gelang der Strafkolonne die Flucht aus dem Lager. Ein verzweifelter Versuch, dem sicheren Tod zu entrinnen. Füllgrabe hatte sich auf den ersten Wachposten geworfen, Wallau und Heisler stürzten sich auf den zweiten. Aber kaum waren die sieben im dicken Nebel untergetaucht, heulten die Sirenen auf. Nach dem Roman von Anna Seghers. Regie: Lars-Ole Walburg.  Ab 9. März 2018.
Theater Oberhausen

Das Quartett. Foto: Grittner

"Quartett" in Mülheim an der Ruhr

Die Marquise de Merteuil und ihr ehemaliger Liebhaber, der Vicomte de Valmont, begegnen sich noch einmal, doch das körperliche Verlangen ist der Idee gewichen, die Liebe in der intensivsten Form, nämlich der der Fiktion zu erleben. Alles wird zur Vorstellung: die Eifersucht, das Erobern uneinnehmbarer Festungen, die hohe Kunst der Verführung, aufgelöst in reines Spiel, in Sprache. Dennoch endet dieses Spiel real, der Vicomte de Valmont stirbt am Ende des Stücks, indem er den vergifteten Wein trinkt, den die Marquise ihm gereicht hat. Regie: Roberto Ciulli. Seit 3. Februar 2018
Theater an der Ruhr

Foto: Schlosstheater Moers

"Der Ring" in Moers

Das Schlosstheater Moers nimmt die historische Herausforderung an und stellt sich der Nibelungensaga in der Grafenstadt: Der Moerser Ring, der sich an Richard Wagners Libretti und Friedrich Hebbels Nibelungenadaptionen orientiert, lässt Götter, Zwerge, Riesen, Bauunternehmer und Menschen im Kampf um das Rheingold antreten. Regie: Ulrich Greb.  Ab 23. Februar 2018
Schlosstheater Moers

Fahrenheit 451. Foto: Birgit Hupfeld (seit Dezember 2017)

"Das Internat" in Dortmund

Das mächtige, zauberhafte Bildertheater von Regisseur Ersan Mondtag mit grandioser Musik von T.D. Finck von Finckenstein: Ein Internat wie gemalt, am Ende von Raum und Zeit. Eine romantische Gemeinschaft von siebzehn Jungen, von Lehrern keine Spur. Die Hierarchien sind klar, die Territorien abgesteckt. Die Rituale bestimmen den glücklichen Tag: es wird gegessen, geduscht, Sport betrieben, bis zur Erschöpfung gelernt. Ab 9. Februar 2018
www.theaterdo.de

Die Bühnenlandschaft
zählt über 120 Theater

Aalto und Grillo in Essen, Theater an der Ruhr in Mülheim oder Bochumer Schauspielhaus – die Bewohner der Metropole haben in aller Regel ein Theater "um die Ecke".

RuhrBühnen vernetzen die Theaterlandschaft in der Metropole Ruhr

Das Theaternetzwerk RuhrBühnen hat sich 2015 in der Metropole Ruhr konstituiert. Ziel ist es, die künstlerische Vielfalt zu stärken, die Besonderheiten der Theaterlandschaft in der Region bekannt zu machen und größere Strahlkraft zu entwickeln.
Theaternetzwerk

"Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital" in Essen

In Mark Twains Märchen tauschen Prinz und Bettelknabe ihre Rollen: Der Prinz lernt die harsche Realität der Armut kennen, während Tom die Annehmlichkeiten, aber auch die Last der Verpflichtungen eines Prinzen erfährt. Die Inszenierung greift das Motiv dieses Tauschs auf. Jugendliche aus Essen-Nord und Essen-Süd, als Kinder der „gespaltenen Stadt“, gehen spielerisch der jeweils anderen Lebensrealität jenseits der A40 auf den Grund. Ihre Erfahrungen werden zum Text auf der Bühne, der Twains Märchen kommentiert. Dabei wird sowohl die aktuelle Lebenswirklichkeit von Jugendlichen als auch die Märchenerzählung selbst befragt. Funktioniert so ein Rollentausch überhaupt? Regie: Volker Lösch. Ab 17. Feburar 2018
Schauspiel Essen