Spielzeit aktuell in der Metropole Ruhr

Die Theater der Metropole Ruhr sind mit Volldampf in die Spielzeit 2017/2018 gestartet. Auf dem Programm stehen wieder viele Premieren und Uraufführungen. Hier an dieser Stelle eine kleine Auswahl:

Maria Stuart seit 23.9.17. Foto: Diana Küster

Die Orestie in Bochum

Die einzige erhaltene Trilogie der Antike erzählt anhand des Atridenfluchs von einem zentralen Paradigmenwechsel der westlichen Zivilisation: Denn nach der bis dato gültigen Logik von göttlicher Vorsehung und Blutrache erfüllt Orestes mit der Ermordung seiner Mutter gleichzeitig eine heilige Pflicht, begeht aber auch die schwerstmögliche Sünde. Doch die Göttin Athene eröffnet mit einem geordneten Gerichtsverfahren eine neue Möglichkeit, mit der unentscheidbaren Schuldfrage umzugehen. Der Familienfluch, der blutige Kreislauf aus Gewalt und Rache, ist durchbrochen und ein friedlicherer Weg für die Familie und die Menschheit scheint möglich. Regie: Lisa Nielebock. Ab 18. November 2017
Schauspielhaus Bochum

Foto: Isabel Machado Rios

"Die Freiheit in Abrede" in Oberhausen

Eine radiophone Show von und mit Dirk Laucke (Teil I)
Die viele Arbeit, die es macht, hate speech und legitime Meinungsäußerung voneinander zu trennen... Freiwillige Zensoren vor? Laucke hinterfragt die Bedeutsamkeit der Meinungsäußerung – auch dort, wo man sich als Pro wähnt: im Kulturbetrieb. Gibt es schlechte Wörter oder nur schlechte Kontexte? Draufgehauen, wir servieren alles heiß und fettig, ungesund, wie es ist. Ab 1. Dezember 2017
Theater Oberhausen

Probenfoto@Preuss

"König Ubu # Am Königsweg " in Mülheim an der Ruhr

Die zweite Inszenierung von Philipp Preuss am Theater an der Ruhr bezieht Jelineks Text „Am Königsweg“, der den politischen Aufstieg und vermutlichen Fall von Donald Trump behandelt, auf Alfred Jarrys legendären „Anschlag auf das klassische Theater“: König Ubu. Alles ist wahr, was gesagt wird, das heißt, alles ist wahr, und alles ist falsch, was brauchen wir noch Seher?" Ab 18. November 2017
Theater an der Ruhr

The Suitcase. Verloren in Moers (UA)

The Suitcase. Verloren in Moers (UA)

Die Arbeiten des französischen Komponisten François Sarhan zielen häufig in den Bereich intermedialer Formen. Oft betätigt er sich dabei gleichzeitig auch als Texter, Bildender Künstler, Regisseur und Performer. So auch bei seinem Mixed-Media-Projekt "The Suitcase", das vom feXm innerhalb von fünf Arbeitsphasen gemeinsam mit dem Schlosstheater Moers produziert wird. Dabei setzt sich das Projekt aus vier unterschiedlichen Teilen zusammen, die im Oktober und Dezember 2017 sowie im März und Juni 2018 vorgestellt werden. Innerhalb der Erzählform einer Detektivkomödie, deren Handlung in der Festivalstadt Moers angesiedelt ist, betreibt "The Suitcase" ein surrealistisches Vexierspiel um Obsession, Realitätsverlust und Metamorphose. Zu den Schauspielern des Schlosstheaters gesellt sich ein Ensemble von Musikern aus dem Bereich zeitgenössischer Musik. Elemente von Film treffen dabei auf solche von Installation und Performance. Ab 06/07. Oktober 2017.
Schlosstheater Moers

Schauspielhaus Dortmund Innenraum. Foto: Sascha Rutzen

Schauspielhaus Wiederöffnung

Die Schauspielhaus-Wiedereröffnung mit zwei weltberühmten Werken an einem Abend auf großer Bühne! Zunächst ist da die tragische Groteske von Max Frisch über den Fabrikanten Biedermann, der in einer Welt voller Brandherde einfach nichts falsch machen will.
Irgendwann später, anderer Ort. Auch im Leben von Ray Bradburys Feuerwehrmann Guy Montag wüten immer wieder Feuer. Sie werden gezielt entzündet – durch Montag und seine Kollegen! Ihr Auftrag: Bücher aufspüren und verbrennen, bei einer Temperatur von 451 Grad Fahrenheit. Regie beider Stücke: Gordon Kämmerer. Ab 16. Dezember 2017
www.theaterdo.de

Die Bühnenlandschaft
zählt über 120 Theater

Aalto und Grillo in Essen, Theater an der Ruhr in Mülheim oder Bochumer Schauspielhaus – die Bewohner der Metropole haben in aller Regel ein Theater "um die Ecke".

RuhrBühnen vernetzen die Theaterlandschaft in der Metropole Ruhr

Das Theaternetzwerk RuhrBühnen hat sich 2015 in der Metropole Ruhr konstituiert. Ziel ist es, die künstlerische Vielfalt zu stärken, die Besonderheiten der Theaterlandschaft in der Region bekannt zu machen und größere Strahlkraft zu entwickeln.
Theaternetzwerk

Der Besuch der alten Dame in Essen

Als 1956 Dürrenmatts Groteske erschien, ging es der Schweiz so gut wie noch nie. Der wachsende Reichtum der Bevölkerung führte in den Augen des Schriftstellers jedoch zu einem verzerrten Wertesystem. In „Der Besuch der alten Dame“ artet die Gier schließlich so sehr aus, dass eine ganze Stadtgesellschaft angesichts des potenziellen Reichtums ihre Skrupel begräbt. In Zeiten leerer kommunaler Kassen wirkt die Bevölkerung von Güllen wie das Zerrbild einer von Armut und Niedergang bedrohten Zivilgesellschaft. Wieviel zählen da Moral und Solidarität? Regie: Thomas Krupa. Ab 29. September 2017
Schauspiel Essen