Metropole Ruhr - das neue Ruhrgebiet
Beschäftigung und Arbeitsmarkt

In der Metropole Ruhr wurden im Jahr 2013 rund 2,2 Millionen Erwerbstätige gezählt (gemäß Mikrozensus), das sind 26,9 Prozent aller Erwerbstätigen Nordrhein-Westfalens. Mittlerweile arbeiten mehr als 72,6 Prozent der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor.

Neue Struktur am Arbeitsmarkt

Die Beschäftigtenstruktur hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. 1970 waren noch 58,4 Prozent der Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und 40 Prozent im Dienstleistungsbereich tätig. Heute arbeiten 27 Prozent aller Erwerbstätigen in der Metropole Ruhr im produzierenden Sektor, knapp 73 Prozent sind im Dienstleistungsbereich tätig (Vergleichswerte NRW: 27,2 bzw. 71,9 Prozent).

Die meisten Erwerbstätigen in der Metropole Ruhr haben eine abgeschlossene Berufsausbildung (55 Prozent). 16 Prozent verfügen über ein Diplom, einen Bachelor bzw. Masterabschluss oder haben promoviert. Über einen Fachschulabschluss bzw. eine vergleichbare Ausbildung verfügen etwa 9 Prozent der Erwerbstätigen. Jeder fünfte (21 Prozent) Erwerbstätige hat keinen beruflichen Abschluss.

Verkehrszeichen. Foto: RVR/Hofknecht
Bild: Verkehrszeichen. Foto: RVR/Hofknecht

Pendlerströme zwischen den Städten

Ballungsgebiete verzeichnen enorme Pendlerströme. In der Metropole Ruhr ist in dieser Kategorie Essen Spitzenreiter: Die Großstadt weist mit einem Pendlerüberschuss von ca. 43.000 Beschäftigten den höchsten Einpendlerüberschuss innerhalb der Region aus, gefolgt von Dortmund mit rd. 23.000 pendelnden Beschäftigten. 45 Prozent der Beschäftigten im Ruhrgebiet arbeiten innerhalb der Grenzen ihres Wohnorts, die übrigen 55 Prozent pendeln. Im übrigen NRW liegt der Anteil der Pendler dagegen nur bei 40 Prozent.

Statistik:
Beschäftigung und Arbeitsmarkt

Der Regionalverband Ruhr stellt aktuelle Daten zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit zur Verfügung (monatlich). Die Darstellung der Entwicklung der Erwerbspersonen erfolgt gesondert nach sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und nach Erwerbstätigen (Personen über 15 Jahre in einem Arbeitsverhältnis, u.a. auch Selbstständige, Beamte, mithelfende Familienangehörige). 

Erwerbstätigkeit

In der Metropole Ruhr verdienen Frauen deutlich weniger als Männer: Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen aller Erwerbstätigen liegt im Ruhrgebiet bei 1.628 Euro