Metropole Ruhr - das neue Ruhrgebiet
Differenzierte Bevölkerungsstruktur

In der Metropole Ruhr lebt ein Drittel der Landesbevölkerung Nordrhein-Westfalens auf nur 13 Prozent der Landesfläche. Die Einwohnerdichte beträgt 1.140 Einwohner pro Quadratkilometer, der Bundesdurchschnitt liegt bei 230 Einwohner pro Quadratkilometer.

Mädchengruppe. Foto: RVR/Lueger
Bild: Mädchengruppe. Foto: RVR/Lueger

Einwohnerzahl

Die Bevölkerungszahl des Ruhrgebiets ist eng verknüpft mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Während der Industrialisierung stieg die Bevölkerung zwischen 1850 und 1925 von 400.000 auf 4,2 Millionen an. Nach Bevölkerungsverlusten durch den Zweiten Weltkrieg kletterte die Bevölkerungszahl bis 1961 auf ihr bisheriges Maximum von 5.67 Millionen. Mit Beginn der Kohle- und Stahlkrise siedelten viele Arbeitskräfte um in andere Industriegebiete im südlichen Teil Deutschlands. Nach dem Zusammenbruch der DDR stiegen die Zuwanderungszahlen vorübergehend, in den vergangenen Jahren ist erneut ein Rückgang der Bevölkerungszahlen zu beobachten. Zur Zeit hat das Revier 5,05 Millionen Einwohner, aktuellen Prognosen zufolge wird die Bevölkerungszahl in der Metropole Ruhr bis 2030 auf 4,8 Millionen zurückgehen.

Bevölkerungsgruppen

Noch vor 60 Jahren bildeten eine überwiegend homogene Arbeiterschicht und nur wenig Mittelstand das soziale Gefüge der Region. Heute hat sich in der Metropole Ruhr eine neue gesellschaftliche Mittelschicht etabliert. Der Ausländeranteil im Ruhrgebiet liegt bei 11,9 Prozent, was anderen deutschen Großstädten entspricht.

In den letzten drei Jahren erhöhte sich die Zahl der Ausländer in der Metropole Ruhr um 6,7 Prozent, im übrigen NRW waren es 8 Prozent. Ende 2013 lebten in der Metropole Ruhr 602.824 ausländische Bürger und Bürgerinnen aus knapp 200 Nationen.

Statistik: Bevölkerung

Der Regionalverband Ruhr stellt statistische Kennzahlen der Metropole Ruhr, ihrer Städte und Kreise und größtenteils auch der Gemeinden zur Verfügung. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist hierbei die Bevölkerungsentwicklung von besonderer Bedeutung.