Feeling gay in der Metropole Ruhr

Die schwul-lesbische Szene im Ruhrgebiet ist außergewöhnlich bunt und vielseitig. Ihr Wurzeln liegen in den späten 80er-Jahren, als lesbische und schwule "Pioniere" im Bochumer Kulturzentrum "Bahnhof Langendreer" zunächst einen lesbischen "Frauenschwoof" und danach die erste "Boys-Party" organisierten. Noch weiter zurück reichen die Aktivitäten des "Kommunikationscentrums Ruhr" (KCR), das 1972 in Dortmund gegründet wurde und damit eines der ältesten heute noch existierenden Lesben- und Schwulenzentren in Deutschland ist.

Der "Christopher Street Day" (CSD) 2011 in Essen.

Selbstbewusst andersrum

Die Vielfalt lesbischer, schwuler und transgender Lebensformen wird heute im Ruhrgebiet insbesondere durch die verschiedenen Selbsthilfe- und Beratungszentren repräsentiert: unter anderem durch den "Sozialverein für Lesben und Schwule" (SVLS) in Mülheim an der Ruhr, die Transidenten Lebenshilfe "Lili Marlene" in Dortmund, die "Rosa Strippe" in Bochum, das Dortmunder "Kommunikationscentrum Ruhr" (KCR) und nicht zuletzt durch die Aidshilfen vor Ort. Sie schaffen Lebensqualität durch Prävention, Beratung und ein verbindendes, stärkendes Gemeinschaftsgefühl in allen Lebenslagen.

Der CSD 2008 auf dem Kennedyplatz in Essen.
Partygäste auf Kennedyplatz während der CSD Essen 2008

Eine kleine Auswahl an Szenetipps

Mitten in der Metropole Ruhr präsentiert sich Essen mit einem lesbisch-schwulen Profil, in dem insbesondere "ESSEN.ORIGAYNAL." im Rahmen des alljährlichen Stadtfestes "ESSEN.ORIGINAL." und der "Christopher Street Day Essen-Ruhr"(RUHR.CSD) als Großveranstaltungen herausragen. In der Zeche Carl findet regelmäßig die kultige Party "Scharf auf Carl" statt. Unweit des Grillo-Theaters in der Trendelgasse liegt das Restaurant "Seitenblick" mit seiner frischen süddeutschen Küche und einem gemischten Publikum, nicht weit entfernt an der Kettwiger Straße die Bar "Gentle M". Europaweit bekannt ist mittlerweile die urbane Industrie-Klubbar "Drexx".

Das "Orlando" in Bochum.
Ansicht vom Orlando in Bochum

Die Stadt Bochum hat in den vergangenen Jahren ihren Ruf als "Ausgehmeile" der Metropole Ruhr gefestigt. Neben Partys im Kulturzentrum "Bahnhof Langendreer" veranstaltet auch die "Stargate"-Discothek in der City innovative Partys für ein junges Publikum. Im kreativen Szeneviertel Ehrenfeld in unmittelbarer Nachbarschaft des Szene-Viertels "Bermuda3ecks" befinden sich die Restaurant-Bar "Orlando" - ein "Raum zur Behebung alltäglicher Irritationen" - und die Cocktailbar "Freibad", in der auch Lesungen stattfinden. 

CSD 2013 in Dortmund.
Innenansicht vom Orlando in Bochum

Dortmund steht auf inspirierende und überraschende Lebenswelten. Wichtige Adressen sind das Clublokal des "MSC Rote Erde" und der Club "Down Under". Im Kreuzviertel treffen sich Schwule, Lesben und überhaupt alle, die Lust haben auf ein Stück famosen Kuchen oder einen leckeren Kakao im "Café Chokolat". Frauen, die allein oder als Paar tanzen lernen möchten, können das in der Frauentanzschule und Tanzbar "Mona & Lisa". An der Ludwigstraße liegt das Szenelokal "Heimes" und bietet eine gutbürgerliche Küche in einem modernen Ambiente. Ansonsten trifft man sich im "Burgtorclub" am Burgwall, wo außergewöhnliche Travestie-Shows auf dem Programm stehen.

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Selbsthilfe- und Beratungszentren

"Sozialverein für Lesben und Schwule"
Mülheim an der Ruhr
www.svls.de

"Rosa Strippe" 
Bochum
www.rosastrippe.de

"Kommunikationscentrum Ruhr"
Dortmund
www.kcr-dortmund.de

Transidenten Lebenshilfe "Lili Marlene"
Dortmund
www.lili-marlene-dortmund.de

Party für alle

Bang! polysexual & open minded
Druckluft in Oberhausen
www.bang.de

Radioactive Party
"High5Club" in Duisburg
www.highfiveclub.de

Sport

SC Aufruhr
schwul-lesbische Sportverein in der Metropole Ruhr: zwölf Sportarten von Breitensport bis Leistungssport
www.sc-aufruhr.org

Rainbow Borussen
offizieller Fanclub des Ballspielvereins Borussia 09 e.V. Dortmund
www.facebook.com/rainbow.borussen