Online-Führer zur Architektur

Über 300 Orte in der Metropole Ruhr werden im neuen NRW-Online-Führer zur Architektur und Ingenieurbaukunst vorgestellt. Enthalten sind Informationen zu Bauherrn, Baujahr und besonderen Merkmalen der Gebäude. Das Projekt ist eine Kooperation der Architektenkammer NRW, der Ingenieurkammer-Bau NRW und der RUHR.2010.

Route der Wohnkultur – Hereinspaziert

Dass die Industriekultur ihre Spuren in der Metropole Ruhr hinterlassen hat, ist hinlänglich bekannt und erforscht. Eng mit der Geschichte der Region und natürlich auch mit dem Strukturwandel verbunden ist die Wohnkultur. Die Route der Wohnkultur zeigt im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 ausgewählte Objekte und lädt dazu ein, sich den Wohnalltag der Menschen im Ruhrgebiet einmal aus der Nähe anzuschauen.

Straßenzug der Arbeitersiedlung mit spielenden Kinder
Eisenheim-Siedlung in Oberhausen. Einer der ältesten Arbeitersiedlungen Deutschlands. Foto: RVR

Mehr als 60 Wohnprojekte...

Ein flüchtiger Blick auf die Teilnehmerliste mit rund 60 Wohnprojekten zeigt bereits, dass von einer einheitlichen Ruhrgebiets-Wohnkultur keine Rede sein kann. Die Margarethenhöhe in Essen, die Siedlung Eisenheim in Oberhausen, das Fliedner Dorf in Mülheim, der Tossehof in Gelsenkirchen, der Hohenhof in Hagen, die Altstadt von Hattingen und die Grachtenbauten im Duisburger Innenhafen sind so unterschiedlich und vielfältig wie das Ruhrgebiet selber.

Tremonia-Architektenhäuser.
Tremonia-Architektenhäuser. Foto: Cornelia Suhan

Während die 150 Jahre alte Siedlung Eisenheim die älteste Arbeitersiedlung aus der Zeit der Industrialisierung im Ruhrgebiet ist, ist die Bochumer Hustadt ein Paradebeispiel des Siedlungsbaus der 1970er Jahre. Die alte Dinnendahlsche Fabrik in Essen, in der einst Dampfmaschinen hergestellt wurden, beherbergt heute große moderne Loft-Wohnungen; allein die alte Fassade blieb erhalten. Hattingen mit seiner Altstadt mit rund 150 aufwändig sanierten Fachwerkhäusern gilt als einzigartig in NRW. In Bergkamen gibt es Wohneinheiten, die von Frauen für Frauen entworfen wurden, und auf dem ehemaligen Zechenstandort Tremonia in Dortmund entstand eine Mehrgenerationen-Wohnanlage mit 16 Wohnungen.

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Termine

Hö­he­punkt der Route der Wohn­kul­tur im Kul­tur­haup­stadt-​Jahr ist der 19. Sep­tem­ber: Alle Sied­lun­gen, Woh­nun­gen und Ge­bäu­de sind an die­sem Tag auch von innen zu be­sich­ti­gen. Aus­ge­hend von Du­is­burg, Ober­hau­sen, Essen, Bo­chum und Dort­mund gibt es Bus­tou­ren zu den um­lie­gen­den Ob­jek­ten, au­ßer­dem wer­den Spa­zier­gän­ge durch ein­zel­ne Sied­lun­gen oder Stadt­tei­le an­ge­bo­ten.