Duisburg - Drehscheibe für die europäische Wirtschaft
Zwischen Rhein und Ruhr wird immer noch Stahl gekocht und verarbeitet, und nach wie vor auf allerhöchstem Niveau. Doch Stahl und Natur, Logistik und Kultur sind in Duisburg keine Gegensätze mehr. Die Stadt am Wasser, am größten Binnenhafen der Welt, definiert sich im 21. Jahrhundert neu.
Duisburg im Profil
Die kreisfreie Stadt Duisburg liegt am unteren Niederrhein und ist die drittgrößte Stadt der Metropole Ruhr. Die früheste Erwähnung Duisburgs stammt aus dem Jahr 883, als die Normannen den Ort "Diusburch" eroberten. Die unmittelbare Lage am Rhein ließ die Stadt schnell zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort werden. Ein weiterer Aufstieg wurde gebremst, als der Strom im 11. Jahrhundert nach einer Hochwasserkatastrophe sein Flussbett nach Westen verlagerte und der Schiffsverkehr mehr und mehr über den Konkurrenten Ruhrort abgewickelt wurde. Mit Beginn der Industrialisierung und dem damit verbundenen Bedarf an geeigneten Transportwegen stieg die Wirtschaftskraft der Stadt erneut, zu deren Unternehmersynonym der Name Thyssen werden sollte. In der "Stadt Montan" entstanden Zechen, Hütten, Stahl- und Chemiewerke. Die Häfen wurden im Laufe der Zeit zum größten Binnenhafen der Welt ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde Duisburg erheblich zerstört. Das Ende der Montanindustrie symbolisierte 1993 die Schließung des Hüttenwerks Rheinhausen.

- Universität Duisburg Essen, Campus Duisburg. Foto: Stadtarchiv Duisburg
Stahlstandort Nummer 1
Nach heftigen Turbulenzen während der Kohle- und Stahlkrise wird heute noch im Duisburger Norden Stahl produziert: Hier betreibt die Thyssen-Krupp-Stahl AG den größten Hochofen der Welt und macht Duisburg damit zum Stahlstandort Nummer eins in Europa. Während sich in der Zwischenzeit einzelne Konzerne als global operierende Technologieunternehmen darstellen, hat sich auch Duisburg in Gänze von der monostrukturierten Industriestadt zu einem bedeutsamen Dienstleistungs- und Logistikzentrum gewandelt. Zu den gefragten Wirtschaftszweigen zählen Mikroelektronik und Umwelttechnologie.
Verkehrsanbindung
Als internationales Handels- und Logistikzentrum bietet Duisburg Verkehrsverbindungen per Straße, Schiene und Wasser in einer einzigartigen Kombination. Mit den Anschlüssen an die Autobahnen A 3, A 57, A 59, A 40 und A 42 verfügt die Stadt über zwei Ost-West- und drei Nord-Süd-Verbindungen an das deutsche Fernstraßennetz, außerdem durchquert die Bundesstraße B 288 die Stadt. Im Schienenverkehr ist der Duisburger Hauptbahnhof hervorragend angebunden. Insgesamt verkehren über 100 ICE-, IC- und EC-Verbindungen täglich.
Unmittelbar hinter der Stadtgrenze liegt der Flughafen Düsseldorf International. Er ist innerhalb von sieben Bahnminuten vom Duisburger Hauptbahnhof zu erreichen. Mit dem Auto benötigt man 20 Minuten, um aus der Duisburger Innenstadt dorthin zu gelangen.
Bildung in Duisburg
Den frühen hohen Stellenwert der Wissenschaft in Duisburg bezeugen die Arbeit des Kartografen Gerhard Mercator und die Gründung der ersten Universität im Jahr 1655, welche 1818 geschlossen und 1972 neu gegründet wurde. 2003 fusionierte die Gerhard-Mercator-Universität-Gesamthochschule Duisburg mit der Essener Hochschule zur Universität Duisburg-Essen und zählt seitdem als jüngste Hochschule in NRW zu den zehn größten in Deutschland. Mit dem Landfermann-Gymnasium besitzt Duisburg zudem eine der ältesten Schulen in ganz Deutschland, deren Wurzeln auf die vor 1280 als Schola Duisburgensis gegründete ehemalige Lateinschule zurückreichen.

- Innenhafen Duisburg. Foto: Stadtarchiv Duisburg
Nachtleben im Innenhafen
Neue Akzente in der Stadtentwicklung setzen der Umbau des Innenhafens zu einem Zentrum des Duisburger Nacht- und Abendlebens, das Anfang 2007 eingeweihte CityPalais als niveauvolle Shopping Mall mit großem Casino und dem neuen Konzert- und Kongresszentrum, und das Ende 2008 eröffnete Forum Duisburg, ein innerstädtisches Einzelhandelszentrum der Superlative. Dem Erholungssuchenden sowie dem Kultur- und dem Sportbegeisterten bietet Duisburg ein bemerkenswertes Programm. Die Hälfte des Stadtgebiets ist mit Grünflächen bedeckt und die kulturellen, darunter industriegeschichtlichen Schwerpunkte suchen ihresgleichen. Last but not least: Die wohl bekannteste Persönlichkeit der Gegenwart heißt Horst Schimanski. Der fiktive, raubeinige Duisburger Kriminalkommissar wurde seit 1981 durch Götz George in vielen Tatortfolgen imposant verkörpert – und ist heute in vielerlei Hinsicht schon wieder Geschichte.

- Duisburger Hafen. Foto: Stadtarchiv Duisburg
Größter Binnenhafen der Welt
Der Duisburger Hafen duisport gilt als der größte Binnenhafen der Welt und als die weltweit größte Drehscheibe für den internationalen Güterverkehr. Er besitzt einen Seehafen-Status, da mit flussgängigen Seeschiffen im Linienverkehr Häfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient bedient werden können. Mit den drei Logistikzentren logport, Kaßlerfeld und Ruhrort präsentiert sich duisport als multifunktionales Dienstleistungs- und Handelszentrum mit modernsten Einrichtungen zum Verladen, Lagern oder Bearbeiten der transportierten Güter. Einen guten Eindruck von der 1.350 Hektar großen Hafenanlage gewinnt man bei einer Rundfahrt mit der Weißen Flotte.
| Gesamt | 492.674 |
| weiblich | 250.893 |
| männlich | 241.781 |
| Einwohner /qkm in Duisburg | 2.116 |
| Einwohner /qkm in der Metropole Ruhr | 1.169 |
| Quelle: IT/NRW Datenbank des Regionalverbands Ruhr, 30.06.2009 |
Impressionen aus Duisburg
Lage in der Metropole Ruhr

Geografie
nördliche Breite: 51° 26′ 0″
östliche Länge von Greenwich: 6° 46′ 0″
höchster Punkt: 82,52 m über NN
niedrigster Punkt: 14,85 m über NN
maximale Ausdehnung Nord-Süd: ? km
maximale Ausdehnung Ost-West: ? km
Gebietsfläche: 232,82 km²
Kontakt & Infos
Stadtverwaltung
47051 Duisburg
Telefax: +49 (0)203.283-4395






















