Essen - Umögliches wird möglich
Vor dem Hintergrund der Kulturhauptstadt Europas 2010 ist die Aufbruchstimmung greifbar. Großbaustellen verändern das Stadtbild sichtbar. In Essen schlägt das Herz für die Entwicklung einer eigenständigen urbanen Identität – in Wechselwirkung zwischen Wirtschaft, Architektur und Design.
Stadtportrait
Die kreisfreie Stadt Essen liegt geografisch im Herzen der Metropole Ruhr und ist aus zwei Klöstern hervorgegangen: der Reichsabtei Werden (796) und dem Frauenstift Essen (852). Kohlebergbau wurde bereits 1317 betrieben, doch erst mit der 1809 erstmals dampfbetriebenen Zeche Wohlgemuth und dem Unternehmergeist des Kruppschen Zeitalters konnte sich Essen zur Industriestadt europäischen Rangs entwickeln: Aus Essen, wo bereits im Mittelalter das Schmiedehandwerk und später die Gewehrfabrikation eine große Bedeutung hatten, wurde die größte Montanstadt Europas und ein Inbegriff für Kohle und Stahl.
Nach Kriegen und Krisen im 20. Jahrhundert liegen die Schwerpunkte der Essener Wirtschaft heute im Bereich Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Gesundheitswirtschaft. Als moderne Handels- und Dienstleistungsmetropole, Messestandort und Einkaufsstadt ist Essen Sitz zahlreicher Konzerne und erlebt aktuell viele städtebauliche Impulse. So gehen das größte innerstädtische Einkaufszentrum Deutschlands am Limbecker Platz sowie das Museum Folkwang mit einem spektakulären Neubau des Star-Architekten David Chipperfield gemeinsam in das Kulturhauptstadt-Jahr.

- Weltkulturerbe Zollverein. Foto: Thomas Willemsen / Bilddatenbank Zollverein
Die Zeche Zollverein, in den 1920er Jahren modernste Schachtanlage der Welt, ist das Wahrzeichen der Stadt und der gesamten Region. Seit Ende 2001 ist sie zusammen mit der angebundenen Kokerei auf der Welterbeliste der UNESCO und dient heute als Besucherzentrum der Route der Industriekultur sowie gleichzeitig attraktives Kunst- und Kulturzentrum. Die vielen hoch geschätzten Kultureinrichtungen sowie die gelungene Verbindung von Urbanität und Erholungsflächen prägen das vitale Leben in der Stadt. Besonders jung ist Essen dort, wo seine Hochschule steht: Erst 1972 wurde die Universität-Gesamthochschule Essen gegründet, die 2003 mit der Universität Duisburg fusionierte. Für die rund 30.000 Studierenden entsteht im Essener Norden ein eigenes, neues Stadtviertel, das Universitätsviertel.
















