Neues Leben in alten Industriedenkmälern

Fördertürme, Hochöfen, Gasometer und Hüttenwerke sind Zeugen der industriellen Vergangenheit der Metropole Ruhr. Die einstigen Industrieanlagen haben die Region geprägt und sind heute durch die Route Industriekultur erschlossen. Etwa fünf Millionen Besucher begeben sich jährlich auf den Rundkurs.

Bild: Landschaftspark Duisburg-Nord bei Nacht. Foto: RVR
Landschaftspark Duisburg-Nord bei Nacht. Foto: RVR

Rundkurs durch die Industriegeschichte

Seit 1998 verknüpft die Route Industriekultur mehr als 900 kleine und große Attraktionen in der Metropole Ruhr, dazu gehören Industriedenkmäler, Aussichtspunkte, Arbeitersiedlungen, Museen und Ausstellungen. Diese sind auf einem 400 Kilometer langen Rundkurs ausgeschildert, der die Industriegeschichte der Region hautnah erfahrbar macht.

Bild: Rolltreppe hoch zum Besucherzentrum und Ruhr Museum. Foto: Hans-Jürgen Abenath
55 Meter zieht die Gangway die Besucher hoch zu Besucherzentrum und Ruhr Museum. Foto: Hans-Jürgen Abenath

Zollverein: Weltkulturerbe und Besucherzentrum

Als Höhepunkt der Industriekultur gilt das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein in Essen. Es beherbergt das Besucherzentrum Ruhr und das Portal der Industriekultur, das multimedial über die Route Industriekultur informiert. Zwei ehemalige Rundeindicker, i. e. große Becken für die Kohlenwäsche, dienen heute als Vortragsraum und 360-Grad-Kino, um Besucher mit dem Ruhrgebiet vertraut zu machen. Ebenfalls in die kubischen Industriebauten integriert ist das Ruhr Museum, das 2010 neu eröffnet wurde und facettenreich die Geschichte der Region darstellt.

Bild: Der Gasometer in Oberhausen. Foto: RVR/Lueger
Eine Tonne als Ausstellungsort: Der Gasometer in Oberhausen. Foto: RVR/Lueger

Spektakuläre Standorte

Neben Zeche und Kokerei Zollverein sind weitere vier ehemalige Industriestätten die herausragenden Großstandorte der Route Industriekultur. Der Gasometer Oberhausen ist eine markante riesige Tonne im Stadtbild und ein außergewöhnlicher Ausstellungsort mit einer Aussichtsplattform in fast 120 Metern Höhe.

Die Hochofenanlage in Duisburg-Meiderich ist heute ein Landschaftspark mit Klettergarten im Erzbunker und Open-Air-Kino in der Gebläsehalle. Die Bochumer Jahrhunderthalle ist das imposante Festspielhaus der RuhrTriennale und als lebendiges Denkmal zeugt die Kokerei Hansa in Dortmund von der Vergangenheit. Ihr Gelände wird langsam von der Natur zurück erobert.

Bild: Besucher der Zeche Zollverein. Foto: RVR/Duschner
Mit der Broschüre in der Hand fällt die Orientierung leicht. Foto: RVR/Duschner

Routen und Radwege

Einzelne Aspekte der Industriekultur können auf 25 Themenrouten zur Bergbau-, Schifffahrts- oder Eisenbahngeschichte erforscht werden. Neu konzipiert sind die Routen „Panoramen und Landmarken" mit dem Dortmunder U und dem Nordsternturm in Gelsenkirchen sowie "Sole, Dampf und Kohle" in der Region zwischen Unna und Hamm.

Besondere Touren gibt es für Menschen mit Behinderung und Kinder. Auch mit dem Fahrrad lässt sich die Route Industriekultur erfahren: Rund 700 Kilometer Radweg verbinden die vielen Attraktionen.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) plant, entwickelt und baut zusammen mit den Kommunen die Metropole Ruhr

Seien Sie unser Gast! Fragen zu Reisen in die Metropole Ruhr beantwortet die Ruhr Tourismus (RTG)

Servicepartner für Unternehmen und Investoren ist die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropole Ruhr GmbH (wmr)

Stöbern Sie auf Webseiten in Ihrer Sprache:

Wir haben eine Auswahl an Webseiten von Institutionen aus Kultur, Freizeit und Wirtschaft für Sie zusammengestellt:

Englisch:

Verkehrsinformationen

Öffentlicher Nahverkehr:
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

Die Lage auf den Autobahnen:
Verkehrsinfo.NRW

Räder ausleihen:
metropolradruhr 

Kulturszene

Mit Sammlungen vom 19. Jahrhundert über die Moderne bis zur Gegenwart repräsentieren die 20 Museen des Zusammenschlusses "RuhrKunstMuseen" eine einzigartige Museumslandschaft:

RuhrKunstMuseen

Das Ruhr Museum thematisiert alle Aspekte der Region – von damals bis heute.

Ruhr Museum

Die Ruhrtriennale ist international als Theaterfestival etabliert. Hauptspielort ist die industriell geprägte Jahrhunderthalle in Bochum.

Ruhrtriennale

Die Route der Industriekultur ist ein Rundkurs über etwa 400 Kilometer verknüpft 900 große und kleine Industriedenkmäler der Region miteinander.

Route Industriekultur 

Hochschulen

In der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) haben die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen gegründet, um gemeinsame Schwerpunkte in Forschung und Lehre zu bilden.

Universitätsallianz Metropole Ruhr

Niederländisch

Freie Fahrt oder Stau? Den Verkehr auf den Autobahnen in der Metropole Ruhr prognostiziert die Verkehrsinfo.NRW.

Verkehrsinfo.NRW 

Das Ruhrgebiet mit dem Flugzeug erreichen:

Dortmund Airport
Airport Weeze
Düsseldorf International

Spektakulärer Ausstellungsort in der Metropole Ruhr ist der Gasometer Oberhausen: Die imposante Tonne diente bis 1988 als Gasspeicher, heute finden darin Ausstellungs- und Kunstprojekte statt.

Gasometer Oberhausen

Für einen Shoppingmarathon sind Oberhausen und Essen die passenden Ziele in der Metrople Ruhr:

Centro in Oberhausen
Limbecker Platz in Essen

Polnisch

Starts und Landungen in der Metropole Ruhr übernimmt u. a. der Dortmund Airport.

Dortmund Airport

Etwa 18 000 Trinkhallen und Buden gehören zur Alltagskultur in der Metropole Ruhr. Für das Phänomen interessieren sich Vereine, Forscher und Museen.

Kioskisierung

Auf Biomasse als Energiequelle konzentriert sich das BEn Projekt, zu dessen vier Modellregionen gehört die Emscher-Lippe-Region im Norden der Metropole Ruhr. Dort arbeiten ein Biomasse-Heizkraftwerk und Biogasanlagen.

BEn Projekt

Türkisch

Der öffentliche Nahverkehr in der Metropole Ruhr wird vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) koordiniert. Die Website gibt Auskunft über die passenden Verbindungen und Tarife zwischen fast 50 Bahn- und mehr als 700 Buslinien.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

Türkische Autoren und Texte rückt das Festival „LiteraTürk“ in den Mittelpunkt. Seit 2005 findet es im Essener Kulturzentrum Grend statt, um türkische Literatur in Deutschland zu stärken und den Nachwuchs zu fördern.

Literatürk

Rund 250.000 türkischstämmige Menschen leben in der Metropole Ruhr, deshalb ist hier auch die wichtigste wissenschaftliche Einrichtung für deutsch-türkische Beziehungen ansässig: Das Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI)

Zentrum für Türkeiforschung