Typisch Ruhrgebiet

Grillen im Kleingarten, Fußball im Stadion und Zuckerzeug von der Trinkhalle - das ist im Ruhrgebiet typisch für das Leben in der Nachbarschaft. Diese Nähe und Geselligkeit wird besonders von jungen Familien geschätzt.

Bild: Fußball-Fans. Foto: RVR/Oberhäuser
Fußball ist Leidenschaft – das wissen schon die Jüngsten. Foto: RVR/Oberhäuser

Fußball im Revier

Längst gehören Fußball und Ruhrgebiet zusammen, aber das Spiel musste sich erst gegen das Turnen als traditionellen Sport der Region durchsetzen. 1892 gründete sich der erste reine Fußballclub in Witten. Heute scheiden sich die Fans leidenschaftlich an Schalke 04 und Borussia Dortmund. Mit dem Signal-Iduna-Park steht das größte deutsche Stadion auf jeden Fall in Dortmund – nach einer Bewertung der britischen Zeitung „Times“ aus dem Jahr 2009 das schönste Stadion der Welt.

Bild: Nächtliche Impression vom Weltkulturerbe Zollverein. Foto: Thomas Willemsen / Bilddatenbank Zollverein
Nächtliche Impression vom Weltkulturerbe Zollverein, berühmt als schönste Zeche der Welt. Foto: Thomas Willemsen / Bilddatenbank Zollverein

Hier grüßt man mit
"Glück auf!"

Apotheken, Hotels und Biersorten in der Region tragen ein „Glück auf“ im Namen. Mit „Glück auf, der Steiger kommt“ grüßten die Bergleute ihren Steiger,den Vorgesetzten unter Tage. Das Steigerlied mit dem Bergmannsgruß ist noch immer populär. Heute arbeiten noch rund 20 000 Menschen in den Bergwerken des Ruhrgebiets. Im Jahr 2018 ist endgültig „Schicht im Schacht“.

„Hömma“ heißt "Hör mal zu, bitte!"

Das markante Ruhrdeutsch hat sich bei fast allen Sprachen der Welt bedient. Vor allem Einwanderer brachten Wendungen wie das polnische „Mottek“, das französische „aus der Lamäng“ oder das spanische „Karacho“ mit. Über 30 Eigenarten machen das Ruhrdeutsch unverwechselbar – typisch sind „dat“ statt „das“ und „Tach“ statt „Tag“. Diese Sprache tragen Kabarettisten wie Helge Schneider, Herbert Knebel, Dr. Stratmann und Atze Schröder über die Grenzen der Metropole Ruhr hinaus – sehr zum Vergnügen von Einheimischen und Fans überall im deutschen Sprachraum.

Bild: Trinkhalle. Foto: RVR/Ziese
Die Trinkhalle an der Ecke hat fast immer geöffnet. Foto: RVR/Ziese

Täglich Proviant aus der Trinkhalle an der Ecke

Mit der Industrie kamen die Kioske ins Ruhrgebiet, an denen sich hungrige und durstige Arbeiter versorgten. Noch gibt es rund 18 000 Trinkhallen, die tapfer der Konkurrenz  durch Supermärkte und Tankstellen trotzen. Denn Kioske bieten mehr als Snacks und Getränke: Zur „gemischten Tüte“ mit Süßigkeiten gibt es ein offenes Ohr des Besitzers oder Neues aus der Nachbarschaft.

Kleingarten – strikte Idylle

Die so genannten Schrebergärten wurden typisch für die Region, weil Industrielle ihren Arbeitern Land zur Verfügung stellten. Selbst gezogenes Gemüse und Fleisch aus der eigenen Kaninchenzucht waren lange Zeit willkommene Ergänzung zum Speiseplan. Heute dienen die Kleingärten vor allem der Erholung. Herzstück in jedem Garten ist die Laube, in der aber nicht übernachtet werden darf. Früher bestimmten strikte Regeln die Länge von Rasen und die Höhe von Hecken. Heute sind die Umgangsformen lockerer, vor allem bei den neuen Initiativen und Vereinen, die junge Familien anziehen.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) plant, entwickelt und baut zusammen mit den Kommunen die Metropole Ruhr

Seien Sie unser Gast! Fragen zu Reisen in die Metropole Ruhr beantwortet die Ruhr Tourismus (RTG)

Servicepartner für Unternehmen und Investoren ist die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropole Ruhr GmbH (wmr)

Stöbern Sie auf Webseiten in Ihrer Sprache:

Wir haben eine Auswahl an Webseiten von Institutionen aus Kultur, Freizeit und Wirtschaft für Sie zusammengestellt:

Englisch:

Verkehrsinformationen

Öffentlicher Nahverkehr:
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

Die Lage auf den Autobahnen:
Verkehrsinfo.NRW

Räder ausleihen:
metropolradruhr 

Kulturszene

Mit Sammlungen vom 19. Jahrhundert über die Moderne bis zur Gegenwart repräsentieren die 20 Museen des Zusammenschlusses "RuhrKunstMuseen" eine einzigartige Museumslandschaft:

RuhrKunstMuseen

Das Ruhr Museum thematisiert alle Aspekte der Region – von damals bis heute.

Ruhr Museum

Die Ruhrtriennale ist international als Theaterfestival etabliert. Hauptspielort ist die industriell geprägte Jahrhunderthalle in Bochum.

Ruhrtriennale

Die Route der Industriekultur ist ein Rundkurs über etwa 400 Kilometer verknüpft 900 große und kleine Industriedenkmäler der Region miteinander.

Route Industriekultur 

Hochschulen

In der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) haben die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen gegründet, um gemeinsame Schwerpunkte in Forschung und Lehre zu bilden.

Universitätsallianz Metropole Ruhr

Niederländisch

Freie Fahrt oder Stau? Den Verkehr auf den Autobahnen in der Metropole Ruhr prognostiziert die Verkehrsinfo.NRW.

Verkehrsinfo.NRW 

Das Ruhrgebiet mit dem Flugzeug erreichen:

Dortmund Airport
Airport Weeze
Düsseldorf International

Spektakulärer Ausstellungsort in der Metropole Ruhr ist der Gasometer Oberhausen: Die imposante Tonne diente bis 1988 als Gasspeicher, heute finden darin Ausstellungs- und Kunstprojekte statt.

Gasometer Oberhausen

Für einen Shoppingmarathon sind Oberhausen und Essen die passenden Ziele in der Metrople Ruhr:

Centro in Oberhausen
Limbecker Platz in Essen

Polnisch

Starts und Landungen in der Metropole Ruhr übernimmt u. a. der Dortmund Airport.

Dortmund Airport

Etwa 18 000 Trinkhallen und Buden gehören zur Alltagskultur in der Metropole Ruhr. Für das Phänomen interessieren sich Vereine, Forscher und Museen.

Kioskisierung

Auf Biomasse als Energiequelle konzentriert sich das BEn Projekt, zu dessen vier Modellregionen gehört die Emscher-Lippe-Region im Norden der Metropole Ruhr. Dort arbeiten ein Biomasse-Heizkraftwerk und Biogasanlagen.

BEn Projekt

Türkisch

Der öffentliche Nahverkehr in der Metropole Ruhr wird vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) koordiniert. Die Website gibt Auskunft über die passenden Verbindungen und Tarife zwischen fast 50 Bahn- und mehr als 700 Buslinien.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

Türkische Autoren und Texte rückt das Festival „LiteraTürk“ in den Mittelpunkt. Seit 2005 findet es im Essener Kulturzentrum Grend statt, um türkische Literatur in Deutschland zu stärken und den Nachwuchs zu fördern.

Literatürk

Rund 250.000 türkischstämmige Menschen leben in der Metropole Ruhr, deshalb ist hier auch die wichtigste wissenschaftliche Einrichtung für deutsch-türkische Beziehungen ansässig: Das Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI)

Zentrum für Türkeiforschung