Pläne für die Zukunft

Mit Regionalplänen schafft der Regionalverband Ruhr die Rahmenbedingungen für die Flächennutzung in den Städten und Gemeinden. Über die planerische Entwicklung der Metropole Ruhr entscheidet der Regionalverband Ruhr wieder seit 2009. Die staatliche Aufgabe der Regionalplanung hatten zuvor drei Bezirksregierungen inne, dies führte über fast 35 Jahre zu einer planerischen Dreiteilung des Ruhrgebiets.

Bild: Ausschnitt Regionalplan. Quelle: Bezirksregierung Arnsberg
Ausschnitt Regionalplan. Quelle: Bezirksregierung Arnsberg

Abgestimmte Ziele

Für zehn bis 15 Jahre stellt der Regionalverband Ruhr die Regionalpläne auf, die Ziele der künftigen räumlichen Entwicklung enthalten. Festgelegt werden Flächen für Wohn-, Gewerbe-, Erholungs- und Naturschutzgebiete, ebenfalls berücksichtigt werden Areale für Grundwasser- und Hochwasserschutz. Der Regionalverband Ruhr erarbeitet einen Vorschlag für die Nutzung der Flächen in der Metropole. Der Entwurf wird mit den beteiligten Städten und Landesbehörden abgestimmt. Die Regionalpläne beschließt das „Ruhrparlament“.

Bild: Ausschnitt Flächennutzungsplan. Quelle: Stadt Dortmund
Ausschnitt Flächennutzungsplan. Quelle: Stadt Dortmund

Gemeinsame Entwicklung

Anschließend sind die Städte und Gemeinden an die Regionalpläne gebunden. Um Flächennutzungspläne aufzustellen oder zu ändern, ist die Zustimmung des Regionalverband Ruhr nötig. Somit schlagen sich die Ziele für die regionale Entwicklung der Metropole Ruhr in den einzelnen Kommunen nieder. Um Städte und Gemeinden nicht zu behindern, können verschiedene Verfahren beantragt werden. So darf die Nutzung kleinerer Räume verändert werden, wenn die Regionalplanung nicht grundsätzlich berührt ist. Zielabweichungs- oder Raumordnungsverfahren passen Vorhaben an die übergeordneten Ziele an, indem negative Auswirkungen auf andere Nutzungen ausgeschlossen oder reduziert werden.

Flächenmonitoring durch ruhrFIS

Zur Regionalplanung des Regionalverbandes Ruhr gehört auch, die räumliche Entwicklung in der Region zu beobachten und zu analysieren. Dazu werden Daten im Flächeninformationssystem Ruhr (ruhrFIS) dokumentiert, das alle 53 Kommunen als Informations- und Entscheidungsgrundlage für die lokale Planung nutzen können. Aufgrund des Flächenmonitorings mit ruhrFIS lassen sich Verfahren zielgenauer und schneller durchführen.

Regionalverband Ruhr nimmt Stellung

Bei Planungs- und Verfahrensproblemen steht der Regionalverband Ruhr den Kommunen, Behörden und Investoren beratend zur Seite. Eingeholt werden können auch Stellungnahmen zu Verfahren, wenn die Aufgaben des Regionalverbandes Ruhr berührt sind. Dann vertreten die Stellungnahmen regionale Aspekte und reflektieren die Ansichten der Kommunen. Es handelt sich nicht um verbindliche Rechtsakte, jedoch müssen Stellungnahmen in der Planung berücksichtigt werden.


Was macht der
Regionalverband Ruhr?

Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen ist der Zusammenschluss der 11 kreisfreien Städte und vier Kreise in der Metropole Ruhr mit rund 5,2 Millionen Einwohnern.

Der Regionalverband Ruhr verantwortet die Regionalplanung für das Ruhrgebiet. Er ist Träger bedeutender Infrastrukturprojekte wie der Route der Industriekultur und dem Emscher Landschaftspark. Seit mehr als 80 Jahren arbeitet der Regionalverband Ruhr für die Verbesserung der Lebensqualität im Ruhrgebiet. Er erhält und pflegt grünen Freiraum für Freizeit und Erholung.

Zu seinen gesetzlichen Aufgaben gehören auch die regionale Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie die Öffentlichkeitsarbeit für die Metropole Ruhr. Zusammen mit seinen kommunalen Partnern trägt er die sieben Revier- und Freizeitparks.

Der Regionalverband Ruhr erhebt zudem Geo- und Klimadaten über die Region und stellt sie seinen Mitgliedskommunen u. a. für planerische Zwecke zur Verfügung.