Weltkulturerbe und Besucherzentrum

Z wie Zeche und Z wie Zoll­ver­ein: 1928 bis 1932 wurde in Essen diese Ka­the­dra­le der In­dus­trie­kul­tur er­rich­tet, bei der Er­öff­nung war sie die größ­te und mo­derns­te Zeche der Welt. Das ist mitt­ler­wei­le Ge­schich­te, Denk­mal-Ge­schich­te – "ge­adelt" als Unesco-Welt­kul­tur­er­be. Heute ist Zollverein Design-Standort und Besuchermagnet: Es beherbergt u. a. das Besucherzentrum der Route Industriekultur.

55 Meter zieht die Gangway die Besucher hoch zu Besucherzentrum und RuhrMuseum. Foto: Hans-Jürgen Abenath

Es geht aufwärts

Ab­so­lu­ter Blick­fang - neben dem cha­rak­te­ris­ti­schen För­der­turm -  ist die höchs­te frei­ste­hen­de Roll­trep­pe der Re­pu­blik zur 1986 still­ge­leg­ten Koh­len­wä­sche. 55 Meter führt diese Gang­way nach oben zur 24-Me­ter-Ebe­ne: Dort steht man im Foyer des Ruhr­ Mu­se­ums und fin­det das Be­su­cher­zen­trum Ruhr mit allen In­for­ma­tio­nen zum Thema In­dus­trie­kul­tur.

Das Portal der Industriekultur liegt eine Etage über dem Besucherzentrum. Es bietet u. a. eine multimediale Inszenierung der Industriekultur im Ruhrgebiet mit den Ankerpunkten der Route im Mittelpunkt.

Ungewöhnliche Erlebnisse im Portal versprechen die beiden ehemaligen Rundeindicker: zwei kreisrunde Räume, von denen einer zum Vortragsraum und der andere in ein 360-Grad-Kino umfunktioniert worden sind. Darin läuft stündlich ein 20-minütiger Panoramafilm als bewegende Einführung in die Metropole Ruhr.

Die Kokerei als Skulptur

Die Ko­ke­rei Zollverein ist die zweite Besucherattraktion auf dem Gelände des Weltkulturerbes. Nachts ver­wan­delt sich die An­la­ge durch Be­leuch­tung in eine rot glü­hen­de Skulp­tur. Ím Som­mer ver­spricht ein Mi­ni-Frei­bad in Con­tai­nern im Schat­ten der Schorn­stei­ne Er­fri­schung und im Win­ter wird das 600 Meter lange Was­ser­be­cken un­ter­halb der Kok­s­ofen­bat­te­rie zur Schlitt­schuh­bahn. Ne­ben­an fin­den in der war­men Jah­res­zeit auch Open Air-Ki­no­vor­füh­run­gen statt.

Der hängende Audi im Schürerstand: Automobiler Blickfang im red dot design museum. Foto: red dot
Der hängende Audi im Schürerstand: Automobiler Blickfang im red dot design museum.

Preisgekröntes Design

De­sign muss sein?! Un­be­dingt und auch das passt zum neuen Zoll­ver­ein: Un­ter­ge­bracht im alten Kes­sel­haus, das nach Plä­nen des Ar­chi­tek­ten Sir Nor­man Fos­ter um­ge­stal­tet wurde, ist das De­sign Zen­trum NRW. Preis­ge­krön­tes Pro­dukt­de­sign ist dort aus­ge­stellt und der "red dot" für in­no­va­ti­ve De­si­gnide­en wird ver­ge­ben.

Das Leich­te im Schwe­ren: Auf dem Ge­län­de, wo frü­her ma­locht wurde, steht heute auch leich­te, kunst­vol­le Be­we­gung im Fokus. Unter dem Namen PACT Zoll­ver­ein ver­birgt sich das Cho­reo­gra­phi­sche Zen­trum NRW: se­hens­wer­te Ur­auf­füh­run­gen, Per­for­man­ces, Pro­fi­trai­nings und Fes­ti­vals ste­hen auf dem Plan.

Kontakt & Infos

Route Industriekultur
Besucherzentrum Ruhr
Welterbe Zollverein
Schacht XII/Halle A14/Kohlenwäsche
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 244989-32
Telefax: +49 (0) 201 / 244989-62

Infomaterial

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Route per Rad

Die Route Industriekultur per Rad entdecken, auf ehemaligen Bahntrassen, am Kanal entlang und auf Wald- und Wirtschaftswegen:

Route in Europa

Die Route der Industriekultur im Ruhrgebiet überzeugt auch als "Regionale Route" des "ERIH - European Route of Industrial Heritage", der Europäischen Route der Industriekultur. 

Die Route Industriekultur zählt fünf Millionen Besucher im Jahr. Der Regionalverband Ruhr ist Träger der Route.