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Ort
Gehölzgarten Ripshorst
Oberhausen

Haben Sie schon einmal einen Blauglockenbaum gesehen? Im Gehölzgarten Ripshorst rund um das Informationszentrum des Emscher Landschaftsparks - Haus Ripshorst - kann man diesen und fremdländische Gehölze bestaunen. Ein zwei Kilometer langes und 60 Meter breites Gehölzband umschließt den circa 40 Hektar großen Park südlich des Rhein-Herne-Kanals. Zu sehen ist nicht nur die Vielfalt und Schönheit von Gehölzen, sondern auch deren Verbreitung im erdgeschichtlichen Zusammenhang. Der Garten vereint rund 6.000 Gehölze. Wer das Band entlang geht, unternimmt eine Zeitreise, die vor 60 Millionen Jahren beginnt.

Bild: Gehölzgarten am Haus Ripshorst in Oberhausen. Foto: Henning Maier-Jantzen
Foto: Henning Maier-Jantzen

Eine Zeitreise durch die Geschichte des Waldes

Ein zwei Kilometer langes und 60 Meter breites Gehölzband umschließt den circa 40 Hektar großen Park südlich des Rhein-Herne-Kanals. Zu sehen ist nicht nur die Vielfalt und Schönheit von Gehölzen, sondern auch deren Verbreitung im erdgeschichtlichen Zusammenhang. Der Garten vereint rund 6.000 Gehölze.

Wer das Band entlang geht, unternimmt eine Zeitreise, die vor 60 Millionen Jahren beginnt. Die Entdeckungstour startet in den Wäldern der Voreiszeit und führt durch eine Vielfalt exotisch anmutender Bäume. Dazu gehören beispielsweise der Blauglockenbaum mit seinen ungewöhnlichen Blüten oder der Mammutbaum, eine der ältesten Baumarten überhaupt. Weiter geht es zu den Pioniergehölzen wie Birke, Kiefer, Pappel und Weide, die als erste nach der Eiszeit die baumlosen Fluren besiedelten. Das war vor circa 12.000 Jahren.

Wie sich aus der Steppe im Laufe von mehreren tausend Jahren der heutige Mischwald mit Buche, Eiche, Linde und Hainbuche entwickelte, erleben Besucher auf ihrem weiteren Gang durch den Gehölzgarten. Die Zeitreise endet bei den so genannten Kulturgehölzen: Bäumen, die durch regelmäßige Auslese und Kreuzung teilweise schon von den Römern gezogen wurden. Neben den bekannten Nüssen und Früchten wie Walnuss und Edelkastanie finden sich Maulbeere, Mispel und Quitte.

Egal, auf welchem Abschnitt man sich befindet, fest steht: der Gehölzgarten Ripshorst ist eine Oase der Ruhe und natürlichen Sinneswahrnehmung. Verbunden ist der Garten über eine architektonisch außergewöhnliche Brückenkonstruktion mit dem Emscher Park Radweg auf der Nordseite des Rhein-Herne-Kanals. Damit ist der Park - seit 2006 Ankergarten des Europäischen Gartennetzwerkes (EGHN) - mit den nördlich angrenzenden Landschaftsräumen entlang von Emscher und Kanal vernetzt.

Kunst im Gehölzgarten

Neben wechselnden Ausstellungen im Infozentrum gibt es auch Kunst am Haus: Der Skulpturengarten "Baumzeit" beschreibt einen spannenden Holz-Zeitbogen mit circa 4.800 Jahre alten Eichenstämmen. Sieben Künstler haben ihn 2007 geschaffen, als Auseinandersetzung mit dem Material "Schwarzholz" - gefunden beim Bau der banachbarten Marina.

Europäischer Anker

Der Park ist seit 2006 Ankergarten des Europäischen Gartennetzwerkes (EGHN) und mit den nördlich angrenzenden Freiräumen des Regionalen Grünzuges in der Metropole Ruhr vernetzt. EGHN

Lage in der
Metropole Ruhr

Kontakt & Info

Ripshorster Straße 306
46117 Oberhausen
+49 (0) 20 8 / 88 33 48 3
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