SPD bleibt bei der Landtagswahl in der Metropole Ruhr stärkste Kraft vor der CDU

Anders als in Gesamt-NRW blieb die SPD bei der gestrigen Landtagswahl im Ruhrgebiet die stärkste Kraft. Sie holte am Sonntag 36,5 Prozent der Stimmen (NRW: 31,2 Prozent). Die CDU kam auf 27,1 Prozent der Stimmen (NRW: 33 Prozent). Das zeigt eine Auswertung der Wahlergebnisse durch die Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Wahlergebnisse Landtagswahl 2017

RVR-Analyse 502 kB
Regionalstatistik Ruhr zu den Wahlergebnissen in der Metropole Ruhr.
Ergebnis Landtagswahl NRW 2017 für die Metropole Ruhr, Zweitstimmen.
Ergebnis Landtagswahl NRW 2017 für die Metropole Ruhr, Zweitstimmen.

Die SPD konnte in 35 der insgesamt 38 Wahlkreise Direktmandate holen. Sie büßte im Vergleich zur Landtagswahl 2012 mit einem Minus von 10,9 Prozentpunkten jedoch deutlich an Stimmen ein. Die mit Abstand meisten Zweitstimmen erreichten die Sozialdemokraten mit 44,6 Prozent im Wahlkreis Unna III - Hamm II. Dies ist gleichzeitig das landesweit beste Ergebnis für die Partei bei dieser Wahl. In einigen Städten, in denen die SPD vor fünf Jahren noch die absolute Mehrheit erringen konnte, musste sie zum Teil hohe Verluste hinnehmen, z.B. in Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen.

Die CDU, die landesweit die Wahl gewann, blieb in der Metropole Ruhr klar hinter den Sozialdemokraten zurück, auch wenn sie 7,1 Prozentpunkte dazu gewinnen konnte. Christdemokratische Kandidaten konnten sich ein Direktmandat in den Wahlbezirken Wesel III, Recklinghausen IV und Essen IV sichern.

Verluste für Grüne, FDP legt zu

Die Grünen als bisheriger Koalitionspartner der SPD im Landtag verloren im Ruhrgebiet 4,9 Prozentpunkte und landeten bei 5,5 Prozent. Sie sind damit im Ruhrgebiet ebenso wie auf Landesebene nur noch die fünfstärkste Partei, hinter der FDP (10,5 Prozent, plus 4,4 Punkte) und der AfD (9,5 Prozent). Die Linke, die auf Landesebene den Einzug ins Parlament verpasste, kam in der Metropole Ruhr auf 5,4 Prozent.

Die Wahlbeteiligung hat in diesem Jahr zugenommen. Sie stieg in der Region im Vergleich zu 2012 um 5,3 Prozentpunkte auf 63,5 Prozent.

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