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Vom Döner zum Diplom: Amerikanische Stipendiatin erforscht Bildungschancen türkischer Jugendlicher in der Metropole Ruhr
Essen. Seit Oktober untersucht die amerikanische Stipendiatin Lori Herber Bildungschancen türkischer Jugendlicher in der Metropole Ruhr. Die Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn ermöglicht es der Nachwuchswissenschaftlerin, im Rahmen des Bundeskanzler-Stipendiums für ein Jahr in Deutschland ein selbst gewähltes Forschungsprojekt durchzuführen. Als Gastgeber hat die 31-Jährige den Regionalverband Ruhr (RVR) gewählt.
Während ihres Forschungsaufenthalts begleitet Lori Herber türkische Jugendliche, die vor dem Übergang von Schule zu Ausbildung und Beruf stehen. Sie erstellt eine Dokumentation darüber, wie sich diese Weichenstellung für die Jugendlichen gestaltet, welche familiäre und institutionelle Unterstützung sie bekommen und was den Erfolg des Berufseinstiegs beeinflusst. Die Ergebnisse ihrer biografischen Forschung werden als Buch und als Internetauftritt aufbereitet. Für ihre Arbeit erlernt sie zurzeit die türkische Sprache.
Im RVR ist die Stipendiatin eingebunden in die Arbeit zum Bildungsbericht Ruhr, mit dem im Januar 2012 erstmals für einen Ballungsraum eine detaillierte Beschreibung der regionalen Bildungslandschaft vorliegt. Bei der sich daran anschließenden Debatte über Potenziale, Optimierungsprozesse und gemeinsame Initiativen wird das Thema „Integration“ eine wichtige Rolle spielen.
RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel ist überzeugt, dass beide Seiten – Stipendiatin und Verband – vom Austausch profitieren: „Die Metropole Ruhr, die bereits früh Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich Zuwanderung und Integration gesammelt hat, bietet einen idealen Forschungsraum für die Studien von Frau Herber. Umgekehrt können wir aus ihren Forschungsergebnissen wertvolle Erkenntnisse für unsere Arbeit ziehen.“
Die Metropole Ruhr kreuzt immer wieder ihren Lebensweg
Lori Herber studierte Deutsch (B.A.) und Journalismus (M.A.) an der Ball State University in Indiana. 2003 verbrachte sie ein Semester an der Universität in Münster. Während ihres Studiums in Münster begann die 31-Jährige sich für die Geschichte des Ruhrgebiets und seiner Menschen zu interessieren.
Ein Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung in 2006 ermöglichte es der Amerikanerin, geplante Projekte im Ruhrgebiet umzusetzen. In dieser Zeit entwarf sie die Medienstation "Rising from the Rust“, die Eingang in das Essener Ruhr Museum fand. Für den RVR verfasste sie einen Beitrag für die Publikation „FrauRuhrMann. Lebenswelten von Frauen und Männern in der Metropole Ruhr“. Was die Stipendiatin besonders an der Metropole Ruhr fasziniert, sind die Menschen, die gradlinig, offen und gastfreundlich sind.
Hinweis an die Redaktionen: Ein Foto von der Begrüßung der Stipendiatin durch RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel steht unter www.presse.metropoleruhr.de zum Download zur Verfügung. Gerne steht Frau Herber auch für ein Portrait über ihre Person, ihre Forschungsarbeit und ihr Interesse an der Region bereit. Kontakt über die RVR-Pressestelle, Barbara Klask, telefonisch unter 0201/2069-201 oder per Mail klask(at)rvr-online.de.




