Der Regionalverband Ruhr informiert: Pressemitteilungen
Auf dem Weg zum Regionalplan Ruhr / RVR startet offenen und transparenten Planungsprozess
Metropole Ruhr. Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat in ihrer heutigen Sitzung (10. Oktober) einem breiten Beteiligungsverfahren bei der Aufstellung des Regionalplans Ruhr zugestimmt. Unter dem Motto „Regionaler Diskurs - …auf dem Weg in die Zukunft der Metropole Ruhr“ leitet der RVR einen auf Transparenz und Kommunikation angelegten Prozess ein, der neu und für das gesamte Land NRW bislang beispiellos ist.
RVR-Bereichsleiter Martin Tönnes: „Ein Prozess, an dessen Ende Antworten auf die komplexen Herausforderungen einer Region im Wandel stehen sollen, ist nicht ohne breite Beteiligung möglich. Gestaltung braucht den Sachverstand der Akteure in den Kommunen, den Fachinstitutionen, der Wirtschaft und der Bürgerschaft. Daher wird der RVR alle relevanten Akteure einladen, den Weg in die Zukunft der Metropole Ruhr gemeinsam zu beschreiten und den Erarbeitungsprozess zum Regionalplan Ruhr aktiv zu begleiten. Zukunftsprojekte in anderen Regionen Deutschlands haben gezeigt, wie wichtig es ist, die Beteiligten frühzeitig in die Planungen einzubeziehen, um Konsens zu schaffen und Widerstände bzw. Stillstand zu vermeiden.“
Mit Übernahme der Regionalplanung für das Verbandsgebiet im Herbst 2009 hat der RVR erstmals seit 1966 wieder den gesetzlichen Auftrag einen einheitlichen Regionalplan für die Metropole Ruhr aufzustellen. Für einen Raum, der mehr als 35 Jahre einer planerischen Dreiteilung der Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster unterlag, wird die Chance ergriffen, einen integrierenden Rahmen für die räumliche Entwicklung zu schaffen. Der Regionalplan Ruhr legt unter anderem fest, wo in den nächsten Jahren Gewerbe- und Wohngebiete sowie naturschutzwürdige Räume entstehen.
Zu Beginn des regionalen Diskurses steht die Analyse der zentralen Herausforderungen der Regionalentwicklung in der Metropole Ruhr. Anschließend erfolgt die fachliche Vertiefung über Zukunftsentwürfe für die Metropole Ruhr und deren Umsetzung in räumliche Ziele und Planung. Die auf diesem Weg gemeinsam mit der Gesamtregion erarbeiteten Erkenntnisse zur Zukunft der Metropole Ruhr werden in den Entwurf zum Regionalplan Ruhr einfließen. Etwa Mitte des Jahres 2013 liegt ein erster Entwurf aus und lädt Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung ein. Bis zum Ende des Jahres 2015 soll der neue Regionalplan Ruhr durch die RVR-Verbandsversammlung beschlossen und anschließend von der NRW-Landesregierung genehmigt werden.




