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Platz für Wohnen und Gewerbe in der Metropole Ruhr / RVR und Städte ermitteln gemeinsam Bauflächenreserven

Freitag, 06. Januar 2012

Metropole Ruhr. Rund 5.300 Hektar Bauland für neue Wohnungen und neue Arbeitsplätze in der Metropole Ruhr sind planerisch gesichert: Das ist das Ergebnis der ersten Erhebung der Siedlungsflächen, die der Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam mit allen 53 Städten und Gemeinden im Ruhrgebiet durchgeführt hat.

Dazu Martin Tönnes, RVR-Bereichsleiter Planung: „Erstmals liegt ein vollständiger Überblick über die Flächenreserven vor. Um die Weichen für die Zukunftsgestaltung der Metropole Ruhr mit dem Regionalplan Ruhr zu stellen, gilt es nun, die Erkenntnisse gemeinsam mit den Städten und Gemeinden zu diskutieren.“

Von den 5.300 Hektar Siedlungsflächen stehen 2.500 Hektar für den Wohnungsbau und rund 2.800 Hektar für gewerbliche und industrielle Nutzungen zur Verfügung.

Brachflächen neu nutzen

Schwerpunkte der planerischen Gewerbereserven liegen in einem Korridor zwischen der A40 und der A2 sowie in Duisburg westlich der A59. Daneben gibt es weitere Schwerpunkte im Raum der Lippemündung in Wesel und Voerde sowie im Norden der Metropole Ruhr, in Dorsten und Marl.

Rund 65 Prozent, 1.800 Hektar, der Gewerbereserven sind nach Angaben der Städte und Gemeinden kurzfristig oder mittelfristig in den nächsten fünf Jahren verfügbar.

Bei etwa der Hälfte der Flächen handelt es sich um Brachflächen bzw. um vormals bereits bebaute oder gewerblich genutzte Flächen, örtlich liegt der Anteil bei über 90 Prozent. „Im Vergleich zu weiteren Regionen in NRW setzt die Metropole Ruhr im Sinne des Flächenkreislaufs eine aktive Bodenschutzpolitik um. Zugleich sind jedoch größere Anstrengungen notwendig, um die Flächen zu sanieren und zu aktivieren, “ so Martin Tönnes.

Attraktiven Wohnraum für Senioren und Familien mit Kindern schaffen

Laut Berechnungen des RVR könnten auf den 2.500 Hektar Wohnbauflächen im Ruhrgebiet je nach Dichte der Bebauung zwischen 62.000 und 123.000 neue Wohnungen entstehen. Rund 46 Prozent der Wohnreserve, etwa 1.181 Hektar, sind kurzfristig bis mittelfristig innerhalb der nächsten fünf Jahre verfügbar.

„Im Zuge des demographischen Wandels und einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung kommt der Schaffung neuer urbaner Quartiere, altersgerechter Wohnungen und attraktiver Wohnangebote für Familien mit Kindern eine besondere Bedeutung zu, “ so Martin Tönnes.

Aktuell erstellt eine kommunale Expertenrunde für das gesamte Ruhrgebiet einen regionalen Wohnungsmarktbericht. Die Analyse der Reserven an Wohnbauflächen ist dabei zentraler Baustein, um den Wohnungsmarkt in der Metropole Ruhr für die kommenden Jahre umfassend beurteilen zu können.

Planungsraum Metropole Ruhr im Detail

Unter dem Titel ‘ruhrFIS - Flächeninformationssystem Ruhr’ fasst der Regionalverband Ruhr Informationen und Analysen zur aktuellen Flächennutzung, zum Wandel der Flächennutzung und zu planerischen Flächenreserven für die Siedlungsentwicklung zusammen.

Ein derartiges Monitoring der Siedlungsflächen ist notwendig, um die künftige Siedlungsfläche bedarfsgerecht quantifizieren und räumlich abgrenzen zu können. Erhoben wurden die Zahlen zu den Flächenreserven in der ersten Jahreshälfte 2011. Alle drei Jahre werden die Daten fortgeschrieben.

Hinweis für die Redaktionen: Grafiken mit einem Überblick über die Standorte der Bauflächenreserven für Gewerbe und Wohnen stehen im Download-Bereich unter www.presse.metropoleruhr.de. Der vollständige Ergebnisbericht mit Detailangaben zu den 53 Städten in der Metropole Ruhr ist auf www.regionalplanung.metropoleruhr.de abrufbar.

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