Radschnellweg statt Ruhrschleichweg
Staufrei, schnell, sicher und komfortabel soll der 85 Kilometer lange Radschnellweg Ruhr die Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Hamm und den Kreis Unna miteinander verbinden. Das Projekt ist machbar, so lautet das Ergebnis einer Konzeptstudie, die Anfang März 2012 in den Gremien des Regionalverbandes Ruhr (RVR) diskutiert wurde.
Mit dem Rad schnell von Stadt zu Stadt
Die zentrale Ost-West-Verbindung im regionalen Radwegenetz der Metropole Ruhr soll Berufspendlerinnen und Berufspendlern das Umsteigen vom Auto auf das Rad erleichtern. Entstehen soll ein fünf Meter breiter, asphaltierter Radweg zwischen Duisburg und Hamm, der parallel zur A 40/B1 verläuft. Damit der Verkehr auf dem Radschnellweg Ruhr reibungslos dahinfließt, soll die Strecke möglichst gradlinig, kreuzungsfrei und abends beleuchtet sein sowie zwei Fahrtrichtungen ausweisen. Querungen, Zubringer und Ampelschaltungen sollten radlerfreundlich gestaltet und geschaltet sein.
Radweg Rheinische Bahn bereits in Betrieb
Grundstein für den Radschnellweg Ruhr im Westen bildet der Ausbau der ehemaligen Güterbahntrasse "Rheinische Bahn" zum Radweg von Essen bis Duisburg. Der erste Abschnitt vom Park am Essener Uni-Viertel bis zur Mülheimer Stadtgrenze ist im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 eröffnet worden. Erhöhter Planungsbedarf besteht in östlicher Richtung im Abschnitt von Bochum bis Hamm, da hier keine vergleichbare Bahntrasse vorhanden ist.
Machbarkeitsstudie soll weitere Fragen klären
Die Konzeptstudie ist die Grundlage für eine umfassende Machbarkeitsstudie, für die der Regionalverband Ruhr Fördermittel beim Bund einwerben will. Die Studie soll weitere Fragen klären, u. a. zum Trassenverlauf, zur Finanzierung und zu Ausbaustandards.
Rückenwind für das Projekt erhält der Regionalverband Ruhr vom Land Nordrhein-Westfalen und den Anrainer-Kommunen. Das NRW-Wirtschafts- und Verkehrsministerium hat die Konzeptstudie finanziell gefördert. Die Oberbürgermeister und Landräte haben bereits Ende 2011 gemeinsam einen "Letter of Intend" für das Projekt unterzeichnet.
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