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Montag, 17. Juli 2017

Kokerei Hansa macht Regenwasser-Trennsystem erlebbar

Foto: Stiftung Industriedenkmalpflege

Die Kokerei Hansa ist um eine Attraktion reicher: Aus hölzernen Rinnen strömt Wasser auf kleine, kunstvoll wirkende Keramikschalen, die es springbrunnenartig verteilen und über Holzlatten weiter nach unten in ein Betonbecken tropfen lassen. Das neue Wasserspiel auf Hansa fasziniert die Besucher, denn sie erfahren anschaulich, wie einst in den großen Kühltürmen der Kokerei Wasser, das im laufenden Betrieb heiß geworden war, durch Luftzug gekühlt und erneut für Kühlprozesse verwendet wurde.

"In einem großen Gemeinschaftsprojekt mit dem Land Nordrhein-Westfalen, der Emschergenossenschaft, der RAG AG, dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Stadt Dortmund haben wir es geschafft, auf der Kokerei Hansa ein Abwassersystem zu bauen, das Regenwasser und Brauchwasser trennt", sagt Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die Eigentümerin und Betreiberin des Industriedenkmals.

Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr: "Pünktlich zu den Sommerferien können wir den Besuchern mit dem Wassergarten einen neuen und spannenden Ort auf dem Kokereigelände Hansa anbieten, der bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen eine angenehme Abkühlung bereitet. Auch so kann Industriekultur zum Erlebnis werden."

Gestartet wurde das umfängliche Projekt im Jahr 2010. Das historische Kanalsystem der Kokerei Hansa war sehr marode und es bedurfte einer neuen Planung, deren Ergebnis nun auf anschauliche Weise erlebbar ist. Insgesamt wurde eine Fläche von 168.000 Quadratmeter von der Abwasserkanalisation abgekoppelt, davon entfallen 129.000 Quadratmeter auf das Umlagerungsbauwerk und 39.000 Quadratmeter auf die Fläche der Kokerei. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 2,9 Millionen Euro.

Weitere Infos unter www.industriedenkmal-stiftung.de

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