Aktuelles aus dem Regionalverband Ruhr

Mittwoch, 09. August 2017

Route der Industriekultur: Neuer Standortvertrag für Gasometer

Foto: Stefan Schejok

Oberhausen (idr). Der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Gasometer Oberhausen GmbH setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Der neue Standortvertrag sieht vor, dass in den kommenden Jahren mehr als acht Millionen Euro von Land und RVR in die Grundsicherung und Instandsetzung des Oberhausener Industriedenkmals fließen. Der Vertrag wurde am 9. August von RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH, unterschrieben.

Das Land NRW stellt jährlich rund 398.000 Euro für die Grundsicherung des Gasometers zur Verfügung. Das Geld wird über den RVR ausgezahlt. Die Gasometer Oberhausen GmbH wird komplementär dazu einen Eigenanteil in gleichem Umfang erbringen. Hinzu kommen rund 4,5 Millionen Euro aus Mitteln des Regionalverbandes Ruhr, mit denen die Instandhaltung des Industriedenkmals für den Zeitraum 2017 bis 2026 gefördert wird. Für weitere Sanierungsmaßnahmen bemühen sich Stadt und Gasometer Oberhausen GmbH um zusätzliche Fördermittel.

"Die stetig steigenden Besucherzahlen zeigen, dass es sich lohnt, den Gasometer Oberhausen als lebendigen Standort der Industriekultur zu bewahren und zu nutzen. Allein die aktuelle Ausstellung 'Wunder der Natur' hat bereits mehr als eine Million Besucher begeistert und damit bundesweit Ausstellungsgeschichte geschrieben", so Karola Geiß-Netthöfel.

In den vergangenen zehn Jahren wurden für die Instandsetzung des Gasometer Oberhausen insgesamt rund 548.000 EUR aufgewendet. Darunter fielen u.a. Reparaturen am Dach für insgesamt 322.000 Euro sowie Arbeiten an den Aufzügen für 220.000 EUR.

Der Rahmenvertrag zwischen RVR und Land, der bereits im Mai unterzeichnet wurde, sieht vor, dass die beiden Partner sich stärker als bisher an den fünf Großstandorten Landschaftspark Duisburg-Nord, Gasometer Oberhausen, Welterbe Zollverein (Zeche und Kokerei) in Essen, Gebäudeensemble Jahrhunderthalle Bochum sowie Kokerei Hansa in Dortmund engagieren. Das Land NRW hebt seine Unterstützung für die Grundsicherung der herausragenden Industriedenkmäler von jährlich 3,6 auf 5,6 Millionen Euro bis 2026 an. Der RVR erhöht seinen Zuschuss für Instandsetzungen an den Großstandorten von 2,5 auf 3,9 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt stehen pro Jahr somit 9,5 Millionen Euro für die fünf Standorte bereit.

Die Route der Industriekultur erschließt auf einem 400 Kilometer langen Straßenrundkurs das industriekulturelle Erbe der Metropole Ruhr. 2016 erreichten die Besucherzahlen an diesen 25 Ankerpunkten mit rund 6,5 Millionen Gästen einen neuen Rekord. Allein 3,7 Millionen Besucher entfielen auf die fünf Großstandorte.

www.route-industriekultur.rvr.ruhr

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