Aktuelles aus dem Regionalverband Ruhr

Donnerstag, 09. Februar 2017

Wissensgipfel Ruhr diskutiert regionale Innovationsstrategie

Foto: RVR/Kreklau

Wie kann die Innovationskraft in der Metropole Ruhr gestärkt werden, und was sind die Grundzüge einer regionalen Innovationsstrategie? Über diese Fragen diskutieren heute (9. Februar) rund 230 Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung beim vierten Wissensgipfel Ruhr in Duisburg. Ausrichter sind der Regionalverband Ruhr (RVR), die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet (Ruhr-IHKs) und der Initiativkreis Ruhr (IR). Der Wissensgipfel Ruhr will mit einer breiten regionalen Diskussion über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung dazu beitragen, neue Innovationsallianzen zu bilden.

Geodaten gebündelt, veredelt und vielfältig nutzbar

Eine dieser Allianzen startet ebenfalls heute: Der RVR und die Hochschule Bochum kooperieren im Bereich Geoninformation. Heute fiel der offizielle Startschuss. RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und der Präsident der Hochschule Bochum, Prof. Dr. Jürgen Bock erklären: "Gemeinsam wollen wir qualitativ hochwertige Geodaten für die gesamte Region bereitstellen, die bei Standortentscheidungen und -planungen oder nachhaltigen Infrastrukturplanungen effektiv genutzt werden können." Mit diesen ruhrgebietsweiten Informationen können beispielsweise neue Bauvorhaben sozial- und umweltverträglich geplant, optimale Verbindungen zwischen Wohnort und Arbeitsplatz gefunden, Infrastruktur optimiert bzw. Klimaschutzmodelle entwickelt werden. 

Arbeitsschwerpunkte der neuen Kooperation werden gemeinsame Forschungsprojekte, Lehrveranstaltungen und Symposien sein. Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Verwaltung wird begleitet durch das interkommunale Projekt Geonetzwerk.metropoleRuhr. Die neue Kooperation als Prototyp kann auch auf andere Hochschulen ausgeweitet werden.

Innovationslabor Ruhr konkret

Daneben präsentiert der Wissensgipfel Ruhr Best Practise Beispiele kooperativer Ansätze wie "In|Die RegionRuhr 4.0: Kompetenznetz Digitale Produktion". Die Kooperation vernetzt, informiert und coacht die Produktionswirtschaft im Ruhrgebiet bei Innovationsprozessen. Das EFRE-geförderte Projekt wird getragen von IHKs, Wirtschaftsförderern und dem Ennepe-Ruhr-Kreis.

Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve, erläutert: „Wir haben im Ruhrgebiet einige Unternehmen, die schon heute bei der Digitalisierung vorne in der Spitze mitspielen. Digitalisierung ist die Grundlage für die viel diskutierte Industrie 4.0. Wir müssen aber noch viel mehr unserer Unternehmen dafür sensibilisieren."

Der Initiativkreis Ruhr setzt sich mit dem aktualisierten Handlungskonzept „Starke Industrie braucht modernes Umfeld“ für den digitalen Umbau der Wirtschaft in NRW und insbesondere im Ruhrgebiet ein. Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, betont: „Die digitale Transformation bietet die Chance, das Ruhrgebiet als Industriestandort zukunftsfähig aufzustellen und international zu positionieren. Ein ganz wesentlicher Punkt ist dabei der konsequente Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Ansiedlung von digitalen Startups.“

www.wissensgipfel.ruhr

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