Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet September 2011
Deutlicher Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit
in der Metropole Ruhr
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitslosenzahlen im September 2011 in fast allen Städten und Kreisen der Metropole Ruhr gesunken. Nur drei Gebietskörperschaften, Neukirchen-Vluyn (+20), Oberhausen (+24) und Bottrop (+28), verzeichneten einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Insgesamt sank die Zahl der registrierten Arbeitslosen in der Metropole Ruhr um 12.218 Personen.
Dennoch bleibt auch nach der Überwindung der großen Wirtschaftskrise der Abstand der Arbeitslosenquote in der Metropole Ruhr zu den übrigen Landesteilen bestehen.
Im September 2011 wurden in den Arbeitsagenturen und Jobcentern der Metropolregion 265.355 Arbeitslose im Sinne des § 16 SGB III in den Rechtskreisen SGB II und SGB III registriert. Damit leben rd. 38 % aller Arbeitslosen Nordrhein-Westfalens im Ruhrgebiet. Die Arbeitslosenquote liegt in der Metropolregion mit 10,4 % um 3,6 %-Punkte über der im übrigen NRW mit 6,8 %. Damit erhöht sich der Abstand der Metropolregion zu den übrigen Landesteilen im Vorjahrjahresvergleich um 0,1 %-Punkte. Die höchste Arbeitslosenquote innerhalb der Metropole Ruhr hat mit 14,2 % Gelsenkirchen, die niedrigsten Quoten haben mit jeweils 7 % der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Kreis Wesel.
Bei der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen nach persönlichen Kriterien wie Geschlecht, Nationalität und Alter im Vorjahresvergleich schneidet die Metropole Ruhr durchweg schlechter ab als das übrige NRW. Einzige Ausnahme ist die Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl der jungen Arbeitslosen geht in der Metropole Ruhr, sowohl bei den 15 bis 20-jährigen, als auch in der Gruppe der 15 bis 25-jährigen deutlich stärker zurück als in der Vergleichsregion. Im Jahre 2011 liegt die Zahl der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 25 Jahren um 9 % unter dem Vorjahresniveau, im übrigen NRW sind es 8,2 %. In der Gruppe der 15 bis 20-jährigen fällt der Rückgang der Arbeitslosen mit 8,7 % im Ruhrgebiet noch deutlich höher aus als im übrigen NRW mit 5,2 %.
Innerhalb des Ruhrgebietes hat die Stadt Mülheim mit 2,9 % die mit Abstand niedrigste Quote bei den unter 25-jährigen Arbeitslosen, die höchste weist Gelsenkirchen mit 13,3 % aus. Im Ruhrgebietsdurchschnitt liegt die Arbeitslosenquote der 15 bis unter 25-jährigen mit 9,4 % über dem übrigen Landesdurchschnitt mit 6,1 %.
Die Quote der ausländischen Arbeitslosen weicht mit 23,9 % in der Metropolregion am deutlichsten von der im übrigen Landesdurchschnitt mit 16,1 % ab. Innerhalb der Metropolregion liegt die Arbeitslosenquote bei den Migranten in Essen und Gelsenkirchen mit jeweils 28,2 % am höchsten, im Ennepe-Ruhr-Kreis mit 16 % am niedrigsten.
Von den insgesamt rd. 265.000 Arbeitslosen in der Metropole Ruhr sind 53,1 % Männer und 46,9 % Frauen. 78,3 % haben die deutsche Staatsangehörigkeit, 21,7 % haben einen Migrationshintergrund. Rd. 9 % der Arbeitslosen sind jünger als 25 Jahre und rd. 15 % sind 55 Jahre und älter.
Erläuterungen:
Arbeitslose im Rechtskreis SGBIII) Empfänger der Versicherungsleistungen Arbeitslosengeld I, Träger sind die Agenturbezirke. Arbeitslose im Rechtskreis SGBII) arbeitslose, erwerbsfähige Hilfebedürftige (HartzIV Empfänger), Träger sind die JobcenterARGEN.
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