Bevölkerung nach Alter 2010

Der Ruhrgebietsbürger ist im Durchschnitt 44 Jahre alt

Grafik Bevölkerung nach Altersgruppen in 2008
Quelle: Regionalverband Ruhr/Team 3-1, 2011

Am 31.12.2010 liegt das Durchschnittsalter der rund 5,15 Mio. Ruhrgebietsbürger bei 44,2 Jahren. Das Durchschnittsalter der Frauen liegt mit 45,7 Jahren um 3 Jahre über dem der Männer mit 42,7 Jahren. Im übrigen NRW sind die Einwohner mit 43 Jahren im Durchschnitt 1,2 Jahre jünger als die im Ruhrgebiet.

Der Rückgang der Einwohnerzahl in der Metropole Ruhr (-4,6 %) in den letzten 20 Jahren ging auch mit einer erheblichen Änderung der Altersstruktur der Bevölkerung einher. Zwar blieb der Anteil der 30- bis 64-jährigen an der Gesamtbevölkerung in den letzten 20 Jahren mit 48,5 % nahezu unverändert. Stattdessen erhöhte sich der Anteil der über 65- jährigen von 15,8 % im Jahre 1990 auf 21,4 % im Jahre 2010, während sich der Anteil der unter 29-jährigen in diesem Zeitraum von 36 % auf 30,2 % verringerte. Damit ist heute mehr als jeder fünfte Ruhrgebietsbürger 65 Jahre und älter. Im übrigen NRW liegt der Anteil mit 19,8 % um 1,6 %-Punkte darunter. Den höchsten Seniorenanteil innerhalb des Ruhrgebietes weist mit 24 % Mülheim an der Ruhr aus, gefolgt von den zum Ennepe-Ruhr-Kreis gehörenden Gemeinden Herdecke (23,8 %), Hattingen (23,6 %), Schwelm (23,4 %) und der Gemeinde Hünxe im Kreis Wesel (23,2 %). Die niedrigsten Seniorenanteile haben Bergkamen im Kreis Unna (18,4 %), und die zum Kreis Wesel gehörenden Gemeinden Sonsbeck (18,6 %), Hamminkeln (18,7 %) und Rheinberg (18,9 %).

Die Spannweite des Anteils an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an der Gesamtbevölkerung reicht innerhalb des Ruhrgebietes vom niedrigsten Wert in Bochum mit 14,3 % bis zum höchsten Wert in Sonsbeck im Kreis Wesel mit 18,3 %.

Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter zwischen 15- bis unter 65- Jahren an der Gesamtbevölkerung liegt im Ruhrgebiet mit 65,6 % nur knapp unter dem im übrigen NRW mit 66 %. Innerhalb der Metropolregion fällt dieser Anteil in Mülheim an der Ruhr mit 63,5 % am niedrigsten und in Hamminkeln im Kreis Wesel mit 67,3 % am höchsten aus.

In der Metropole Ruhr besteht in den Altersklassen der unter 51-jährigen durchweg ein leichter Männerüberschuss. Bei den unter 21-jährigen fällt er mit rd. 51 % besonders hoch aus. Ab der Altersklasse der über 55-jährigen nimmt der Männerüberschuss kontinuierlich ab. Besonders bei der älteren Bevölkerung ist der Frauenüberschuss als Folge der beiden Weltkriege sehr stark ausgeprägt ist. Bei den über 80-jährigen beträgt er 67 %.

Der Anteil der Personen im Alter von 75 Jahren und älter an der Gesamtbevölkerung liegt im Ruhrgebiet bei 10 %, in den übrigen Landesteilen liegt er bei 9 %.

 

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