Bevölkerungprognose für die Metropole Ruhr
Die Einwohnerzahl der Metropole Ruhr wird weiter rückläufig sein. Die künftige Einwohnerzahl ergibt sich zum einen aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung (Geburten und Sterbefälle), zum anderen wird sie maßgeblich bestimmt durch Zu- und Fortzüge.
Gemäß Bevölkerungsprognose des Landesbetriebes Information und Technik NRW (IT NRW) wird die Bevölkerung im Ruhrgebiet im Jahre 2020 erstmals seit 1960 unter die 5 Millionen-Grenze gefallen sein. Im Jahre 2030 wird es im Ruhrgebiet 446.418 Einwohner weniger geben als heute. Dieser Bevölkerungsrückgang entspricht in etwa der Einwohnerzahl des Kreises Wesel.
Nach der Bevölkerungsvorausberechnung von IT NRW wird die Stadt Hagen mit einem Rückgang von -15,4 % innerhalb des Ruhrgebietes die höchsten Einwohnerverluste zu verzeichnen haben, während die Verluste in Dortmund mit -2,6 % am niedrigsten ausfallen werden. Insgesamt wird die Bevölkerungsabnahme im Ruhrgebiet mit -8,5 % die in den übrigen Landesteilen mit -1,7 % bei weitem überschreiten. Neben diesem rückläufigen Trend weist die Vorausberechnung auf einen fortschreitenden demografischen Wandel hin. So wird die Zahl der unter 18-Jährigen im Ruhrgebiet im Jahr 2030 um rd. -180.000 Einwohner gesunken sein, während die der über 65-jährigen um rd. +239.000 zugenommen haben wird. Die Zahl der erwerbsfähigen Personen im Alter von 18 bis unter 65 Jahren wird sich nach der Vorausberechnung um rd. -½ Mio. verringert haben.
Der Anteil der unter 18-jährigen wird von 17 % im Jahre 2008 auf 14,8 % im Jahre 2030 sinken, während der Anteil der über 65-jährigen in diesem Zeitraum von 21,1 % auf 28,1 % ansteigen wird. Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 65 Jahren wird sich von 61,9 % auf 57,1 % verringern. Die Zahl der Schüler und Schülerinnen im Ruhrgebiet im Alter von 6 bis 18 Jahren wird um rd. -172.000 sinken.
Betrachtet man die Geschlechterverteilung im Jahre 2030 nach Altersjahren, so gibt es bis zum Alter von 47 Jahren in fast allen Altersjahren einen geringfügigen Männerüberschuss, der ab 48 Jahre zugunsten eines geringfügigen Frauenüberschusses kippt. Ab 68 Jahren sinkt der Männeranteil kontinuierlich. Bei den über 90-jährigen wird der Männeranteil nur noch 35,3 % betragen. Insgesamt wird der Frauenanteil in der Altersgruppe der über 65-jährigen bei 55,5 % liegen.
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