Schülerentwicklung 2009
Gymnasien verzeichnen im Ruhrgebiet die höchsten Schülerzuwächse
Im Oktober 2009 werden an den Grund-, Haupt-, Gesamt- und freien Waldorfschulen und an den Gymnasien im Ruhrgebiet insgesamt knapp 561.000 Schüler unterrichtet. Das sind rd. 27,4 % aller Schüler an den allgemein bildenden Schulen Nordrhein-Westfalens.
In den letzten zehn Jahren verliert das Ruhrgebiet 61.562 Schüler, was einer Abnahme von -9,9 % entspricht. In den übrigen Landesteilen verläuft der Schülerrückgang mit -4,8 % etwas moderater.
Betrachtet man die unterschiedlichen Schulformen in der Metropolregion seit 1999, ergibt sich ein differenziertes Bild. Die Hauptschulen verzeichnen mit einem Minus von 30,8 % die höchsten Rückgangsraten, gefolgt von den Grundschulen mit -22,3 % und den Realschulen mit -3,6 %. Die Gymnasien können im Ruhrgebiet mit einem Plus von 6,1 % die höchsten relativen Schülerzuwächse verbuchen, gefolgt von den Gesamtschulen, die zusammen mit den freien Waldorfschulen ein Plus von 4,8 % verzeichnen.
In den übrigen Landesteilen fallen die entsprechenden Verlustraten an den Grund- und Hauptschulen mit -17,1 % bzw. -24,8 % deutlich niedriger aus. Die Zuwachsraten liegen dagegen vor allem an den Gesamt- und freien Waldorfschulen mit +16,3 %, an den Gymnasien mit 13,6 % und an den Realschulen mit +2,1% über denen im Ruhrgebiet.
Im Ruhrgebietsdurchschnitt besuchen 26,8 % aller Schüler an den allgemein bildenden Schulen ein Gymnasium. Den mit Abstand höchsten Anteil an Gymnasiasten hat mit 50,5 % Holzwickede, den niedrigsten haben die kreisangehörigen Städte und Gemeinden Herten (13,6 %), Bergkamen (18,8 %) und Kamp-Lintfort mit 19,7 %.
Mittlerweile verzeichnen alle Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets rückläufige Grundschülerzahlen. Am höchsten fallen sie in Voerde (-34,5) und Hamminkeln (-34,2) und am niedrigsten in Haltern am See mit -5,2 % aus.
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