Einkommen nach dem Mikrozensus 2010

Durchschnittseinkommen im Ruhrgebiet stärker gestiegen als im übrigen NRW

Quelle: Regionalverband Ruhr, Team 3-1

Im Jahre 2010 wurden nach dem Mikrozensus rund 2,2 Millionen Erwerbstätige gezählt. Insgesamt lag das monatliche Nettoeinkommen der knapp 1,9 Millionen Erwerbstätigen, die Angaben zu ihrem Einkommen machten, bei 2,9 Milliarden Euro. Der Anteil der Metropole Ruhr am landesweiten Nettoeinkommen betrug 26,4 Prozent.

Das Durchschnittseinkommen im Ruhrgebiet liegt heute bei 1.586 Euro, im übrigen NRW beträgte es 1.618 Euro. Im Zeitraum von 2002 bis 2010 stiegen die Durchschnittseinkommen der Erwerbstätigen im Ruhrgebiet um 109 Euro an. Die Einkommenssteigerung fällt höher aus als im übrigen NRW mit nur 93 Euro. Damit verringert sich der Abstand der Durchschnittseinkommen im Ruhrgebiet zu denen im übrigen NRW von 47 Euro im Jahre 2002 auf nur noch 32 Euro im Jahre 2010. Von den Einkommenszuwächsen im Ruhrgebiet können Frauen deutlich mehr profitieren. Sie verdienen gegenüber dem Jahr 2002 im Durchschnitt 170 Euro mehr, bei den Männern sind es dagegen nur 90 Euro.

Trotz dieser Einkommenszuwächse verdienen Frauen in der Metropole Ruhr mit einem Nettoeinkommen von 1.232 Euro im Schnitt immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen mit 1.884 Euro. Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen reduzierten sich jedoch von 733 Euro im Jahre 2002 auf 652 Euro im Jahre 2010. Die meisten männlichen Erwerbstätigen (26,6 Prozent) verdienen zwischen 1.700 und 2.300 Euro. Frauen sind dagegen am häufigsten (14,1 Prozent) in der Gehaltsklasse zwischen 300 und 500 Euro zu finden. Rund 357.000 Erwerbstätige, das sind 19,1 Prozent aller Einkommensbezieher, zählen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von über 2.300 Euro zu den Besserverdienden. Davon sind 79.7 Prozent Männer und entsprechend 20,3 Prozent Frauen.

Im Jahr 2010 geht die Zahl der Einkommensbezieher unter 900 Euro gegenüber dem Jahr 2002 in der Metropolregion um 8,3 Prozent zurück. Die Zahl der Einkommensbezieher über 2.300 Euro nimmt dagegen um 19,5 Prozent zu. Der Anteil der besser verdienenden Frauen (über 2.300 Euro) erhöhte sich von 5,8 auf 8,5 Prozent.

Nach dem Mikrozensus stellt sich die Einkommensverteilung im Ruhrgebiet im Jahre 2010 wie folgt dar: 60 Prozent der Einkommensbezieher verdienen weniger als 1.700 Euro, 21 Prozent verdienen zwischen 1.700 und 2.300 Euro und 19 Prozent zählen mit einem Monatsnettoverdienst von über 2.300 Prozent zu den Besserverdienenden. Etwa die Hälfte der Einkommensbezieher (50,8 Prozent) verdient weniger als 1.500 Euro netto im Monat. Sie beziehen damit knapp ein Drittel (28,6 Prozent) des Nettoeinkommens.

 

Anmerkung: Der Mikrozensus ist eine 1-prozentige Stichprobenerhebung der Bevölkerung in Privathaushalten des Landesbetriebes für Information und Technik NRW, der Daten über die Bevölkerungs- und Haushaltsstruktur sowie die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung und zur Erwerbstätigkeit erhebt. In die Einkommensberechnung fließen nur die Erwerbstätigen (15,3 Prozent) mit gültigen Einkommensangaben ein. Zur Berechnung des Durchschnittseinkommens wurden die Klassenmitten, als Untergrenze 150 Euro und als Obergrenze 3.300 Euro gewählt.

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