Einkommen nach dem Mikrozensus 2009

Frauen in der Metropole Ruhr verdienen monatlich fast 700 Euro weniger als Männer.

Quelle: Regionalverband Ruhr, Team 5-2

Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen aller Erwerbstätigen liegt im Ruhrgebiet bei 1.543 € je Erwerbstätigen. Im übrigen NRW liegt das Durchschnittseinkommen mit 1.586 € nur geringfügig darüber.

Nach dem Mikrozensus wurden 2009 rd. 2,2 Mio. Erwerbstätige im Ruhrgebiet gezählt. Das monatliche Nettoeinkommen der knapp 1,9 Mio. Erwerbstätigen im Ruhrgebiet, die Angaben zu ihrem Einkommen machten, lag im April 2009 bei rd. 2,9 Mrd. €. Der Anteil der Metropole Ruhr am landesweiten Nettoeinkommen betrug 26,3 %.
In der Metropole Ruhr verdienen Frauen mit einem Nettoeinkommen von 1.175 € im Durchschnitt 680 € weniger als die männlichen Erwerbstätigen mit 1.855 €. Die meisten Männer (26,8 %) im Ruhrgebiet verdienen zwischen 1.700 und 2.300 €. Frauen sind dagegen mit 14,7 % am häufigsten in der Gehaltsklasse zwischen 300 und 500 € zu finden.
Rd. 337.000 Erwerbstätige, das sind 18 % aller Einkommensbezieher, zählen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von über 2.300 € zu den Besserverdienenden. Hiervon sind nur 18,4 % Frauen und entsprechend 81,6 % Männer.
Die Zahl der Einkommensbezieher unter 900 € bleibt gegenüber dem Jahr 2002 mit einem Rückgang von -0,6 % nahezu unverändert. Die Zahl der Einkommensbezieher von über 2.300 € nimmt dagegen um 13 % zu. Das Durchschnittseinkommen erhöht sich von 1.477 € in 2002 um 64 € auf 1.542 €. Der Anteil der besser verdienenden Frauen (über 2.300 €)  an den Frauen insgesamt steigt von 5,8 % auf 7,4 %.
Nach dem Mikrozensus stellt sich die Einkommensverteilung im Ruhrgebiet im Jahre 2009 wie folgt dar: 62 % der Einkommensbezieher verdienen weniger als 1.700 €, 20 % verdienen zwischen 1.700 und 2.300 € und 18 % zählen mit einem monatlichen Nettoverdienst von über 2.300 € zu den Besserverdienenden. Über die Hälfte (52,5 %) der unteren Einkommensbezieher verdienen knapp ein Drittel (29,7 %) des Nettoeinkommens.

Anmerkung: Der Mikrozensus ist eine 1-prozentige Stichprobenerhebung der Bevölkerung in Privathaushalten des Landesbetriebes für Information und Technik NRW, der Daten über die Bevölkerungs- und Haushaltsstruktur sowie die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung und zur Erwerbstätigkeit erhebt. In die Einkommensberechnung fließen nur die Erwerbstätigen (15,3 %) mit gültigen Einkommensangaben ein. Zur Berechnung des Durchschnittseinkommens wurden die Klassenmitten, als Untergrenze 150 €und als Obergrenze 3.300 € gewählt.

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