Erwerbstätige nach dem Mikrozensus 2009
Zahl der höher qualifizierten Erwerbstätigen steigt
Nach dem Mikrozensus wurden im Ruhrgebiet rd. 2,2 Millionen Erwerbstätige gezählt. Damit verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr lediglich um −0,1 % bzw. 3.000 Personen. Im übrigen NRW fiel der Rückgang mit -0,7 % etwas höher aus.
Im produzierenden Gewerbe der Metropolregion sank die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 5.000 Personen bzw. −0,8 % auf 616.000 während der Dienstleistungsbereich um rd. 6.000 Personen bzw. +0,4 % auf 1,6 Millionen anstieg. Heute arbeiten 27,8 % aller Erwerbstätigen im Ruhrgebiet im produzierenden Gewerbe und 71,2 % im Dienstleistungsbereich. Vor knapp 40 Jahren beschäftigte der produzierende Sektor noch rd. 58 % aller Erwerbstätigen und der Dienstleistungssektor lediglich 40 %.
Betrachtet man die Erwerbstätigen nach ihren Berufsabschlüssen im Zeitraum von 1996 bis 2009, so verfügen heute 16 % aller Erwerbstätigen im Ruhrgebiet über einen Fachhoch- bzw. Hochschulabschluss. Im übrigen NRW fällt der Anteil mit 18,9 % noch höher aus. Die Zahl der höher qualifizierten Erwerbstätigen steigt damit in der Metropolregion im Vergleich zu 1996 um rd. 97.000 Personen bzw. 38 %. Im übrigen NRW liegt die Steigerungsrate mit 50,2 % noch deutlich darüber. Die Zahl der Erwerbstätigen, die über keinen Berufsabschluss verfügen, liegt heute im Ruhrgebiet um rd. 88.000 über der von 1996, was einer Steigerungsrate von 24,1 % entspricht. Im übrigen NRW fällt die Steigerungsrate mit 21,7 % niedriger aus als im Ruhrgebiet. Sowohl im Ruhrgebiet mit 20,4 %, als auch im übrigen NRW mit 20,2 % ist jeder fünfte Erwerbstätige ohne einen beruflichen Abschluss.
Differenziert man die Erwerbstätigen nach Berufsabschluss und Geschlecht, so ergeben sich die signifikantesten Unterschiede bei den Ausbildungsberufen. Rd. 57 % aller weiblichen Erwerbstätigen haben als höchsten Bildungsabschluss eine abgeschlossene Berufsausbildung, bei den Männern sind es lediglich 52 %. Während bei den Frauen nur 5,1 % einen Meisterbrief in der Tasche haben, sind es bei den Männern 7,9 %. Auch bei den Fachhochschulabschlüssen liegen die Männer mit 6,2 % deutlich vor den Frauen mit 4,3 %.
Anmerkung: Der Mikrozensus ist eine 1-prozentige Stichprobenerhebung der Bevölkerung in Privathaushalten des Landesbetriebes für Information und Technik NRW, der Daten über die Bevölkerungs- und Haushaltsstruktur sowie die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung und zur Erwerbstätigkeit erhebt.
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